Thema: Citigroup

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Donnerstag, 15. Januar 2026
Wirtschaft 15.01.2026, 13:03
15.01.2026, 16:12
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US‑Banken starten Berichtssaison mit starken Zahlen – Anleger nehmen dennoch Gewinne mit

JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und Citigroup eröffneten die US‑Berichtssaison für Q4/2025 mit starken Ergebnissen, getragen vor allem von Handelsgeschäften und Investmentbanking.

Die großen US‑Banken verzeichneten auch für das Gesamtjahr 2025 insgesamt hohe Erträge.

Anleger reagierten mit Gewinnmitnahmen an der Wall Street, obwohl die Zahlen insgesamt solide ausfielen.

JPMorgan hatte Belastungen durch Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Apple‑Kreditkartengeschäfts.

Citigroup schrieb rund 1,2 Milliarden US‑Dollar im Zuge des endgültigen Russland‑Ausstiegs ab.

Wells Fargo meldete gestiegene Personalaufwendungen.

Auch die Bank of America konnte sich dem negativen Börsentrend trotz guter Kennzahlen nicht entziehen.

Morgan Stanley und Goldman Sachs werden im weiteren Verlauf der Berichtssaison erwartet.

US‑Präsident Donald Trump schlug vor, Kreditkartenzinsen für ein Jahr auf zehn Prozent zu deckeln – ein Eingriff, der sowohl Kreditkartenfirmen als auch Banken und deren Kreditgeschäft treffen würde.

Experten warnen, ein Zinsdeckel könne die Rentabilität der Kreditvergabe drücken und Banken dazu veranlassen, Kredite an bestimmte Kunden einzuschränken.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch geopolitische Spannungen (Berichte über mögliche Unruhen im Iran, diplomatische Spannungen rund um Grönland) und anstehende US‑Konjunkturdaten.

Marktteilnehmer rechnen weiterhin mit möglichen Zinssenkungen in den USA, was die Perspektiven für Banken und andere Branchen beeinflussen kann.

Ausblick

"Die Aussichten bleiben gemischt: Fundamental starke Ergebnisquellen wie Handel und Investmentbanking stützen die Erträge, doch politische Eingriffe (Vorschlag zur Deckelung der Kreditkartenzinsen), geopolitical Unsicherheiten und kurzfristige Gewinnmitnahmen drücken auf die Stimmung. Anleger werden die kommenden Quartalsberichte weiterer Großbanken sowie neue US‑Konjunkturdaten und mögliche Regulierungsentscheidungen genau beobachten."