Thema: Crew Dragon

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Mittwoch, 14. Januar 2026
International 14.01.2026, 23:02
15.01.2026, 16:12
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NASA holt Crew 11 vorzeitig von der ISS zurück – vier Astronauten landen mit Crew Dragon Endeavour vor San Diego

Erstmals in der Geschichte der ISS hat die NASA eine komplette Crew wegen eines medizinischen Problems vorzeitig zur Erde zurückgeholt.

Vier Besatzungsmitglieder der ‚Crew 11‘ – Zena Cardman (USA), Michael (Mike) Fincke (USA), Kimiya Yui (Japan) und Oleg Platonov (Russland) – kehrten am 15. Januar 2026 mit dem SpaceX Crew Dragon ‚Endeavour‘ zur Erde zurück.

Die Rückreise dauerte etwa 11 Stunden; das Aussteigen aus der Kapsel erfolgte nacheinander weniger als eine Stunde nach dem Splashdown, gegen etwa 01:30 Ortszeit (09:30 GMT).

Die Wasserung (Splashdown) erfolgte vor der Küste von San Diego, Kalifornien.

Die vier Astronauten waren am 1. August 2025 zur ISS gestartet und hätten ursprünglich noch einige Wochen auf der Station bleiben sollen; sie hatten rund 167 Tage im All verbracht.

Die NASA hat die Identität des erkrankten Crew-Mitglieds aus Datenschutzgründen nicht offengelegt; laut Behörde befindet sich die betroffene Person in stabilem Zustand.

Wenige Tage zuvor (Bericht vom 9. Januar 2026) war ein geplanter Außeneinsatz (EVA) an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds abgesagt worden.

Weniger als eine Stunde nach dem Splashdown verließen die Crew-Mitglieder die Kapsel und wurden auf dem Bergungsschiff von SpaceX-Mitarbeitenden mit Jubel empfangen; zuvor fanden routinemäßige medizinische Untersuchungen statt.

Vorübergehend verbleiben drei Personen auf der ISS: US-Astronaut Christopher Williams sowie die russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow – die Mindestbesatzung für den sicheren Betrieb.

Die NASA organisierte vor dem Abflug eine erweiterte Übergabe und zusätzliches Training für Christopher Williams; er soll zeitkritische Experimente priorisieren.

Zwei ausgefallene Außeneinsätze sollen von der nächsten Crew übernommen werden.

Die medizinischen Möglichkeiten an Bord der ISS sind begrenzt: Zwei ‚Crew Medical Officers‘ verfügen über grundlegende, sanitäterähnliche Kenntnisse; sie werden von Bodenärzten per Funk/Video beraten. Für operative Eingriffe oder spezialisierte Diagnostik ist die Versorgung auf der Erde notwendig.

Schwierigkeiten in der Schwerelosigkeit (z. B. Infusionen, Herz-Lungen-Wiederbelebung) erschweren medizinische Eingriffe an Bord und sind Teil der Begründung für die Evakuierung.

Ausblick

"Der Vorfall ist ein Präzedenzfall, der voraussichtlich zu Überprüfungen und möglichen Anpassungen von Notfall-, medizinischen Evakuierungs- und Crew-Überlappungsplänen führen wird. Der für Mitte Februar geplante Start der ‚Crew 12‘ wurde bislang nicht vorgezogen; eine Entscheidung dazu steht noch aus. Kurzfristig bleibt die Priorität, die verbleibende ISS-Besatzung zu entlasten und zeitkritische Experimente zu sichern; mittelfristig ist mit internen Analysen zu medizinischen Protokollen und Evakuierungsverfahren zu rechnen."