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Australische Forschende haben einen Gentest entwickelt, der Risiken für Brust-, Eierstock- und Darmkrebs sowie erhöhten Cholesterinspiegel identifiziert.
In einer Pilotstudie wurden 10.000 Personen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren getestet.
Jeder 50. Teilnehmende wies Gene auf, die das Risiko für bestimmte Krebsarten und Herzerkrankungen erheblich erhöhen.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Health veröffentlicht.
Träger von Risikogenen können an speziellen Früherkennungsprogrammen teilnehmen, um lebensbedrohliche Krankheiten abzuwehren.
Christian Schaaf lobt den Ansatz der australischen Forschenden und sieht das Potential für die deutsche Vorsorge.
"Der Gentest bietet die Möglichkeit, Krebsvorsorge individuell anzupassen und effizienter zu gestalten. Eine breitere Einführung könnte die Zahl der Früherkennungsbesuche verringern, ohne die Gesundheit der Personen zu gefährden. Datenschutz und Freiwilligkeit bleiben essenziell."
"Während die Entwicklung spezifischer Behandlungen auf Basis der AlphaGenome-Erkenntnisse noch Jahre in Anspruch nehmen wird, ist das Potenzial zur Verbesserung der personalisierten Medizin enorm. Zukünftige Forschungen könnten ermöglichen, genetische Krankheiten gezielt zu therapieren."