Thema: Nicolás Maduro

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Freitag, 16. Januar 2026
International 16.01.2026, 01:01
16.01.2026, 04:01
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Venezuelas Übergangspräsidentin Rodríguez bekräftigt in erster Parlamentsrede selbstbewussten Kurs gegenüber den USA

Delcy Rodríguez hielt am 16.01.2026 ihre erste Rede an die Nation im Parlament, nachdem sie zur Übergangspräsidentin ernannt worden war.

Rodríguez erklärte, Venezuela habe keine Scheu, den USA diplomatisch entgegenzutreten, und bezeichnete die Vereinigten Staaten als „Atommacht“.

Nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz Anfang Januar wurde Rodríguez als dessen bisherige Stellvertreterin zur Übergangspräsidentin ernannt.

Nicolás Maduro sitzt in New York in Haft und soll dort wegen „Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden.

Rodríguez legte dem Parlament eine Gesetzesinitiative zur Stärkung der Ölindustrie vor, die zusätzliche ausländische Investitionen in den Energiesektor ermöglichen soll.

Rodríguez hatte am Vortag angekündigt, „jeden Dollar“ aus dem Öl- und Gasgeschäft in den maroden Gesundheitssektor investieren zu wollen.

US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf venezolanisches Öl und begründet dies mit der Enteignung von US-Energiekonzernen bei der Verstaatlichung der Ölindustrie in den 1970er-Jahren.

Die USA verhängten eine Blockade gegen venezolanische Öltanker; bereits mehrere Schiffe wurden aufgebracht.

Ausblick

"Kurzfristig ist keine Entspannung im Verhältnis zu den USA absehbar. Innenpolitisch dürfte die Regierung Rodríguez versuchen, über eine Reform im Energiesektor Investitionen zu mobilisieren und damit Spielräume für Ausgaben – insbesondere im Gesundheitswesen – zu schaffen, während der Rechtsfall Maduro in den USA die Lage weiter politisch auflädt."