Thema: Nvidia

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Donnerstag, 15. Januar 2026
Wirtschaft 15.01.2026, 09:38
15.01.2026, 12:09
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US-Regierung verhängt 25‑Prozent‑Zölle auf Hochleistungs‑KI‑Chips – Exporte bleiben unter strengen Auflagen möglich

US‑Präsident Donald Trump hat am 15. Januar 2026 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Hochleistungs‑KI‑Chips verhängt.

Die neue Regelung erlaubt den Export hochleistungsfähiger KI‑Chips aus den USA, koppelt dies aber an Zölle und verschärfte Exportkontrollen.

Das US‑Handelsministerium schreibt vor, dass Chips, die außerhalb der USA gefertigt werden, zunächst in die USA importiert und von unabhängigen, unabhängigen Laboren auf ihre KI‑Leistungsfähigkeit geprüft werden müssen, bevor sie weiter ausgeliefert werden dürfen.

Die Zölle werden formal bei der Einfuhr fällig; Ausnahmen gelten für Produkte, die ausschließlich für den US‑Inlandsmarkt bestimmt sind.

An Exporte nach China sind Bedingungen geknüpft: Die nach China gelieferte Menge darf 50 Prozent des Verkaufsvolumens in den USA nicht überschreiten; Unternehmen müssen zudem sicherstellen, dass der Bedarf in den USA gedeckt ist.

Die Maßnahmen werden offiziell mit nationaler Sicherheit begründet und zielen darauf ab, die Abhängigkeit von ausländischen Fertigern zu reduzieren und Produktion in die USA zu verlagern.

Durch die Zölle könnten künftige Verkäufe von KI‑Chips nach China den USA unmittelbar Einnahmen bringen (direktes Mitverdienen durch Einfuhrabgaben).

Die meisten Chips werden derzeit außerhalb der USA gefertigt, vorwiegend in Taiwan und weiteren asiatischen Ländern, weil dort die Produktionskosten niedriger sind.

Medienberichte (Reuters) zufolge plant China als Reaktion offenbar ein Importverbot für bestimmte Hochleistungs‑Chips aus den USA; The Information berichtet, dass chinesische Behörden H200‑Chips nur in Ausnahmefällen (z. B. für Forschungseinrichtungen) genehmigen würden.

US‑Unternehmen wie Nvidia und AMD gelten weiterhin als führend im Bereich leistungsfähiger KI‑Chips; zugleich fördern chinesische Behörden die Entwicklung und Nutzung einheimischer Hochleistungs‑Chips.

Ausblick

"Kurzfristig bleiben die globalen Lieferketten belastet: Die neuen US‑Zölle und Kontrollen sowie mögliche chinesische Gegenmaßnahmen dürften die Fragmentierung des Halbleitermarkts verstärken und politische Spannungen zwischen Washington und Peking verschärfen. Unternehmen müssen ihre Liefer‑ und Prüfprozesse anpassen; einige Produktionsschritte könnten zurück in die USA verlagert werden. Langfristig dürfte der Druck auf beide Seiten wachsen, inländische Produktionskapazitäten auszubauen und strategische Unabhängigkeit anzustreben. Ein vollständig bestätigtes, breit angelegtes chinesisches Importverbot würde die Auswirkungen weiter verschärfen, ist derzeit aber noch nicht abschließend bestätigt."