Die Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels verzögert sich um zwei Jahre und wird nun für 2031 statt 2029 erwartet.
Als Grund nennt der staatliche dänische Bauträger Sund & Bælt Holding A/S technische Schwierigkeiten beim Absenken der vorgefertigten Tunnelelemente.
Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein rund 18 Kilometer langer Absenktunnel, der Fehmarn (Deutschland) und Lolland (Dänemark) für Auto- und Zugverkehr verbinden soll.
Beim Absenktunnel werden die Elemente an Land produziert, an beiden Enden verschlossen, zur Einbaustelle transportiert und in einem ausgehobenen Graben am Meeresboden miteinander verbunden.
Sund-&-Bælt-Chef Mikkel Hemmingsen erklärte, das Absenken mit zwei Spezialschiffen sei komplexer als erwartet und erfordere eine Platzierung mit einer Präzision von etwa einem halben Zentimeter; die Methode sei zuvor nur im Öresund erprobt worden.
Ob sich die verlorene Zeit wieder aufholen lässt, ist laut Sund & Bælt unklar.
Auch die deutsche Hinterlandanbindung inklusive des Fehmarnsund-Tunnels dürfte sich voraussichtlich über 2029 hinaus verzögern.
Ausblick
"Ob der neue Zieltermin 2031 gehalten werden kann, bleibt laut Sund & Bælt offen, da unklar ist, ob sich Verzögerungen beim Absenken der Elemente wieder aufholen lassen. Zudem könnte eine spätere Fertigstellung der deutschen Hinterlandanbindung die Gesamtinbetriebnahme zusätzlich beeinflussen."