17 Jahre alter Mordfall: Grieche schuldig an Tod von Schottin auf Kreta
Wichtige Fakten
- • Jean Hanlons Leiche wurde 2009 im Meer vor Heraklion gefunden.
- • Ein 54-jähriger Grieche wegen Mordes verurteilt, Strafe: 10 Jahre.
- • Gericht erkannte verminderte Schuldfähigkeit wegen psychischer Erkrankung an.
- • Familie kämpfte 17 Jahre lang für Wiederaufnahme der Ermittlungen.
- • Keine physischen Beweise, aber Tagebuch und Zeugen belasteten den Täter.
Urteil 17 Jahre nach dem Tod
Ein griechischer Mann wurde schuldig gesprochen, die Schottin Jean Hanlon im Jahr 2009 auf Kreta ermordet zu haben. Die 53-Jährige war im März 2009 tot aus dem Meer vor Heraklion geborgen worden. Die griechischen Behörden stuften den Tod zunächst als Unfall ein, doch die Familie zweifelte und erreichte eine Neuuntersuchung. Ein Privatdetektiv legte 2023 Beweise vor, die zu einem Verfahren führten.
Prozess und Tatvorwürfe
Der Angeklagte, der aus psychischen Gründen nicht namentlich genannt wird, hatte laut Anklage eine kurze Beziehung mit Hanlon Anfang 2009, die er nicht beenden konnte. Er soll sie gestalkt haben. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, er sei in der Todesnacht bei ihr gewesen und habe sie getötet. Ein forensischer Pathologe sagte aus, die Hirnstammverletzung sei durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand verursacht worden, nicht durch einen Sturz. Hanlon sei lebend ins Wasser gelegt worden.
Verminderte Schuldfähigkeit
Das Gericht erkannte eine verminderte Schuldfähigkeit aufgrund von Schizophrenie und bipolarer Störung an. Der Täter kam zu 10 Jahren Haft, bleibt aber bis zur Berufung auf freiem Fuß. Die Familie der Tochter äußerte Erleichterung über das Urteil, betonte aber den langen Kampf um Gerechtigkeit.
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