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International 12.06.2026, 04:32 Aktualisiert: 12.06.2026, 06:00

Migrationsrouten nach Griechenland verlagern sich nach Kreta

Dieses Jahr kamen rund 6.000 Migranten auf Kreta an.

Wichtige Fakten

  • Dieses Jahr kamen rund 6.000 Migranten auf Kreta an.
  • Griechenland setzte Asylrecht für drei Monate aus.
  • UNHCR zählte 2026 rund 11.000 Ankünfte in Griechenland.
  • Mindestens 500.000 warten in Libyen auf Überfahrt.
  • Improvisierte Lager auf Kreta sind überlastet.

Verlagerung der Migrationsroute nach Kreta

Die Migrationsrouten nach Griechenland haben sich verschoben: Immer mehr Flüchtlinge kommen nicht mehr über die ägäischen Inseln, sondern wagen die gefährliche Überfahrt von Libyen direkt nach Kreta. Seit Jahresbeginn sind rund 6.000 Migranten auf der Insel angekommen, während Touristenströme im Norden Kretas anhalten.

Verschärfte Maßnahmen und Kritik

Griechenlands Migrationsminister Thanos Plevris drohte mit „sehr harten Maßnahmen“. Bereits im Sommer 2025 hatte Griechenland das Asylrecht für drei Monate ausgesetzt – ein Schritt, den Experten als verfassungswidrig kritisierten. Die konservative Regierung in Athen setzt nun auf das gemeinsame EU-Asylsystem und bessere Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache.

Herausforderungen vor Ort

Die improvisierten Flüchtlingslager auf Kreta, etwa in einer alten Messehalle in Chania, sind überlastet. Geflüchtete wie Sam, der vor dem Bürgerkrieg im Sudan floh, suchen Schutz. Geplante feste Lager stoßen auf lokalen Widerstand, und Tourismusvertreter sehen das Image der Insel gefährdet.

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