Air France und Airbus im Berufungsverfahren zu Flug AF447 schuldig gesprochen
Wichtige Fakten
- • Paris erkennt Luftfahrtunternehmen als alleinverantwortlich für Absturz von Flug AF447.
- • Je 225.000 Euro Strafe; Opferanwälte kritisieren Symbolcharakter.
- • Unternehmen kündigen weitere Rechtsmittel vor höchstem französischem Gericht an.
- • Absturz 2009 forderte 228 Todesopfer, darunter 26 Deutsche.
- • Pilotenfehler nach vereisten Sensoren; Schulung und Sensoren wurden verbessert verurteilt Dezember.
Schuldspruch nach 17 Jahren bestätigt
Ein Pariser Berufungsgericht hat Air France und Airbus wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Es geht um den Absturz des Air-France-Fluges 447 im Juni 2009, bei dem alle 228 Menschen an Bord ums Leben kamen. Das Gericht stellte die Unternehmen als „allein und vollständig verantwortlich“ für den Unfall dar. Zuvor hatte ein erstinstanzliches Gericht die Unternehmen im April 2023 noch freigesprochen. Das Urteil ist ein wichtiger Meilenstein im 17-jährigen Rechtsstreit.
Höchststrafe und Reaktionen
Die Unternehmen müssen die Höchststrafe von je 225.000 Euro zahlen. Hinterbliebene kritisieren dies jedoch als „Symbolstrafe“, weil sie in keinem Verhältnis zu den Gewinnen von Air France und Airbus steht. Die Vorsitzende der Opfervereinigung, Danièle Lamy, die ihren Sohn bei dem Unglück verlor, lobte das Urteil als Anerkennung des Leids der Familien. Beide Unternehmen haben angekündigt, Revision vor dem höchsten französischen Gericht einzulegen, was den Fall weiter verzögern könnte.
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