Aktiensparen in Deutschland: Zwischen Risikoscheu und Renditechance
Wichtige Fakten
- • Deutsche gelten als das risikoscheueste Volk unter reichen Ländern.
- • Ein Drittel der Gelder liegt auf sicheren, aber renditearmen Konten.
- • Erfahrungen wie die Dotcom-Blase prägen die Skepsis gegenüber Aktien.
- • Jüngere investieren dank Finfluencern und Trading-Apps häufiger in Aktien.
- • In den USA und Schweden ist Aktiensparen erfolgreicher und verbreiteter.
Risikoaversion bremst Aktienkultur
Angesichts klammer Rentenkassen rücken Aktien als Möglichkeit der Altersvorsorge in Deutschland stärker in den Fokus. Trotz politischer Anreize wie dem Altersvorsorgedepot investieren Deutsche jedoch nur zögerlich. Finanzexperten zufolge schlummert etwa ein Drittel der Gelder auf risikoarmen Konten mit niedrigen Zinsen. Die Ursachen liegen in historischen Ereignissen wie der Hyperinflation und dem Platzen der Dotcom-Blase, die tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind.
Jugend und Digitalisierung als Treiber
Jüngere Generationen zeigen zunehmend Interesse an Aktien, bedingt durch Finanz-Influencer auf Social Media und benutzerfreundliche Trading-Apps. Professorin Bannier betont jedoch die Notwendigkeit kritischer Finanzbildung, um sich nicht blind auf KI-basierte Anlageberatung zu verlassen. Ein Blick ins Ausland zeigt: In Schweden und den USA ist Aktiensparen selbstverständlicher und führt zu höheren Vermögen im Alter.
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