Hitzetote in Deutschland erreichen neue Rekordmarke
Wichtige Fakten
- • RKI zählt knapp 10.000 Hitzetote bis 19. Juli 2026.
- • 2018 war mit 8.900 Todesfällen bisheriges Rekordjahr.
- • Ältere ab 75 stellen mit 7.880 Todesopfern die Hauptrisikogruppe.
- • Auch Großbritannien meldet fast 2.900 Hitzetote im Mai/Juni.
- • SoVD und Opposition fordern verbindlichen Hitzeschutz.
Rekordhöhe bei Hitzetoten in Deutschland
Stand: 30.07.2026 – Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in diesem Jahr in Deutschland bis zum 19. Juli bereits 9.800 Menschen durch die Hitze ums Leben gekommen. Das ist mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016. Der bisherige Rekord lag bei 8.900 Toten im Jahr 2018. Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle 2026 – mehr als 5.000 – geht auf eine Hitzewelle in der zweiten Junihälfte zurück, als verbreitet Temperaturen um 40 Grad gemessen wurden.
Risikogruppen und nationale Unterschiede
Ältere Menschen ab 75 Jahren sind besonders gefährdet: 7.880 der Todesopfer entfallen auf diese Altersgruppe. Auch in anderen europäischen Ländern sorgt die Hitze für steigende Opferzahlen: Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA schätzt, dass in England bei den Hitzewellen im Mai sowie Juni rund 2.877 Menschen infolge der hohen Temperaturen gestorben sind – fast doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Der Rekord aus dem Jahr 2022 liegt bei knapp 3.000 Toten.
Hitzeschutz bleibt umstritten
Angesichts der Rekordzahlen verstärkt sich in Deutschland die Debatte um verbindliche Hitzeschutzpläne. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Opposition fordern eine bundesweite Regelung, etwa für Krankenhäuser und Pflegeheime. Die Bundesregierung verweist jedoch weiterhin auf die Zuständigkeit von Ländern und Kommunen. Experten warnen, mit dem Klimawandel würden Hitzewellen häufiger und intensiver – und drängen auf mehr Vorsorge.
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