Alaska: Megatsunami nach Bergsturz durch Gletscherschmelze
Wichtige Fakten
- • 64 Millionen Kubikmeter Gestein stürzten in den Tracy-Arm-Fjord.
- • Die Welle erreichte fast 500 Meter Höhe – zweithöchste je gemessen.
- • Der Bergsturz geschah durch schmelzende Gletscher, die den Fels destabilisierten.
- • Kreuzfahrtschiffe entgingen der Katastrophe nur knapp durch die frühe Stunde.
- • Forscher fordern bessere Überwachung gefährdeter Gebiete in Alaska.
Größte Megatsunami Alaskas seit den 1950er Jahren
Im Sommer 2023 ereignete sich im abgelegenen Tracy-Arm-Fjord im Südosten Alaskas eine riesige Welle, die nun von Wissenschaftlern als „Megatsunami“ eingeordnet wurde. Ursache war ein massiver Bergsturz, bei dem etwa 64 Millionen Kubikmeter Gestein – das entspricht 24 Großen Pyramiden – in das Wasser des Fjords stürzten. Die Wucht löste eine nahezu 500 Meter hohe Welle aus, die zweithöchste, die je gemessen wurde. Nur durch den Zeitpunkt des Ereignisses am frühen Morgen entgingen Touristenkreuzfahrtschiffe der Zerstörung.
Klimawandel als Treiber
Die Studie in der Fachzeitschrift Science zeigt, dass die Gletscherschmelze durch den Klimawandel eine Schlüsselrolle spielt. Unterkühlte Eisflächen stützen demnach die steilen Felsformationen. Wenn die Gletscher schmelzen, verlieren die Hänge ihren Halt und werden instabil. Der Geologe Bretwood Higman betonte vor Ort, solcher Szenarien seien vor Herbergen Hintergrund nicht ungewöhnlich, aber die Häufigkeit nehme drastisch zu – „in der Größenordnung des Zehnfachen im Vergleich zu vor einigen Jahrzehnten“. Experten fordern daher ein breites Monitoring gefährdeter Gebiete. Einige Kreuzfahrtunternehmen haben bereits angekündigt, Schiffe nicht mehr in den Tracy-Arm zu schicken.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.