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Politik 26.05.2026, 09:00 Aktualisiert: 26.05.2026, 10:05

Klimakosten der Abschiebungen: US-Deportationsflüge stoßen Rekordmengen an Emissionen aus

ICE-Flüge stießen 2025 rund 335.876 Tonnen CO₂ aus – 88% mehr als 2024.

Wichtige Fakten

  • ICE-Flüge stießen 2025 rund 335.876 Tonnen CO₂ aus – 88% mehr als 2024.
  • Mehr als 70% der über 60.000 Inhaftierten haben keine Vorstrafen.
  • Im April 2025 gab es mit 245 Abschiebeflügen einen neuen Monatsrekord.
  • Die US-Regierung deportierte Menschen in 79 Länder, darunter viele nach Afrika und Asien.

Massenabschiebungen treiben Emissionen in die Höhe

Die massiven Abschiebungen unter US-Präsident Donald Trump haben die CO₂-Emissionen der Einwanderungsbehörde ICE drastisch ansteigen lassen. Laut einer Analyse der Organisation Human Rights First, die dem Guardian exklusiv vorliegt, verursachten die Abschiebeflüge im Jahr 2025 rund 335.876 Tonnen CO₂ – ein Anstieg von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 setzte der Trend sich fort: Hochgerechnet auf das Gesamtjahr könnte der Ausstoß um weitere 25 Prozent steigen.

Immer mehr Flüge in immer mehr Länder

Im Schnitt führen täglich 22 Flugzeuge rund 58 Abschiebe- und Verlegungsflüge durch, wie Human Rights First errechnet hat. Die Zahl der Zielländer stieg von 45 im letzten Jahr der Biden-Ära auf 79 im ersten Trump-Jahr. Deportiert wird unter anderem in von Konflikten zerrüttete Staaten wie Haiti oder Venezuela sowie nach Afrika, sogar dorthin, wo Betroffene keinerlei Verbindung haben. Auch die Zahl der inneramerikanischen Verlegungen von Gefangenen in weit entfernte Zentren nahm um mindestens 132 Prozent zu.

Umwelt- und Menschenrechtsbelastung

Brett Heinz vom American Friends Service Committee kritisiert den Kreislauf: „Klimawandel ist ein Treiber von Migration. Dass die USA die Erderhitzung beschleunigen, um Migranten zu entfernen, ist ein Teufelskreis.“ Menschenrechtsorganisationen beklagen zudem fehlende rechtsstaatliche Verfahren auf den Flügen und die Praxis, Abzuschiebende auch auf Langstreckenflügen zu fesseln. Das Heimatschutzministerium verteidigt das Vorgehen mit Verweis auf die Sicherheit der Begleiter und der Gefangenen.

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