Antisemitismus in Großbritannien: Jüdische Gemeinschaft zwischen Angst und Resilienz
Wichtige Fakten
- • Messerangriff in Golders Green, zwei jüdische Männer schwer verletzt.
- • Jude versteckt Kippa aus Angst vor Angriffen.
- • Anwalt erwägt Auswanderung nach Israel wegen zunehmendem Antisemitismus.
- • Premierminister Starmer kündigt verstärkte Polizeipräsenz und Maßnahmen gegen Hass an.
- • Jüdische Gemeinde zeigt trotz Angst Resilienz und besucht Synagogen.
Die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien erlebt eine Welle der Verunsicherung nach einem Messerangriff in Golders Green, bei dem zwei jüdische Männer schwer verletzt wurden. Der Vorfall, der als terroristisch eingestuft wurde, hat die tiefsitzende Angst vor Antisemitismus verstärkt. Viele Juden, wie Derek aus Edgware, verstecken nun ihre Kippa aus Sorge vor Übergriffen. Sogar prominente Persönlichkeiten wie der Menschenrechtsanwalt Adam Wagner zögern, ihre üblichen Rituale durchzuführen. Ein jüdischer Anwalt und seine Frau haben sich nach dem Angriff sogar entschieden, nach Israel auszuwandern.
Gleichzeitig zeigt die Gemeinschaft jedoch auch Resilienz. Judith Nemeth, die den Angriff miterlebte, wird weiterhin normal die Synagoge besuchen. Zoë Jacobs, Kantorin einer Synagoge in Finchley, betont die Entschlossenheit, trotz der Bedrohung weiterzumachen. Premierminister Keir Starmer kündigte als Reaktion verstärkte Polizeipräsenz und schärfere Maßnahmen gegen „Hassprediger“ und extremistische Gruppen an.
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