Antwerpen rüstet im Kampf gegen Drogenschmuggel auf
Wichtige Fakten
- • Antwerpen ist einer der größten Kokain-Eingangshäfen Europas.
- • Die Behörden beschlagnahmten 2023 Rekordmengen von 121 Tonnen.
- • Sie setzen neue Mobilscanner und verstärkte Polizei ein.
- • Schmuggler verlagern Routen über Westafrika und auf See.
- • Kokain erreicht Europa oft mit über 80% Reinheit.
Hintergrund zur Drogenproblematik in Antwerpen
Der Hafen von Antwerpen, einer der größten Europas, ist ein zentraler Umschlagplatz für Kokain. Zwischen 2019 und Juni 2024 wurden dort 483 Tonnen der Droge beschlagnahmt – so viel wie in keinem anderen europäischen Hafen. Trotz eines Rückgangs der Sicherstellungen auf 55 Tonnen im Jahr 2025, nach einem Rekord von 121 Tonnen 2023, bleibt die Bedrohung gravierend. Richter warnen, Belgien drohe ein „Narco-Staat“ zu werden, während Kriminelle immer neue Methoden entwickeln, etwa Kokain in Orangensaft, Textilien oder Baustoffen zu verstecken.
Maßnahmen der Behörden
Belgien investiert massiv in den Kampf gegen die Drogenkriminalität: Es wurden neun neue mobile Scanner angeschafft, 65.000 verdächtige Container im Jahr 2025 gescannt, und ein spezielles Polizeiteam im Hafen eingesetzt. Zudem setzen die Zollbehörden auf internationale Kooperation, um auch neue Routen der Schmuggler – etwa via Westafrika oder durch Übergaben auf See – zu unterbinden. Trotz dieser Bemühungen glauben Experten, dass die Schmuggler weiterhin Wege finden werden, ihre Ware einzuschleusen.
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