Archäologischer Sensationsfund: Vitruvs Basilika in Fano entdeckt
Wichtige Fakten
- • Archäologen entdeckten mehrere Marmorsäulensockel in Fano (Italien).
- • Die Säulen haben genau fünf römische Fuß Durchmesser (ca. 1,50 Meter).
- • Italiens staatliche Archäologiebehörde hat den Fund offiziell anerkannt.
- • Die Basilika war ein innovatives Gerichtsgebäude der Römerzeit.
- • Vitruvs Einfluss reicht von der Renaissance bis in die Moderne.
Archäologische Sensation
Bei archäologischen Untersuchungen für einen geplanten Parkplatz in der italienischen Kleinstadt Fano an der Adriaküste wurden mehrere Marmorsäulensockel freigelegt, die sich als Überreste der lange gesuchten Basilika des römischen Architekten Vitruv erwiesen haben. Die Säulen haben einen Durchmesser von genau fünf römischen Fuß (ca. 1,50 Meter), wie von Vitruv in seinem Werk "De Architectura" beschrieben, und die italienische staatliche Behörde für Archäologie hat den Fund offiziell anerkannt.
Historische Bedeutung
Vitruv, der als Bauleiter die Basilika genau beschrieben hatte, kehrte im Alter in seine Heimatstadt Fano zurück und errichtete das Gebäude im Auftrag von Kaiser Augustus. Die Basilika war für römische Verhältnisse innovativ gestaltet und diente als Gerichtsgebäude. Ihr Einfluss reicht bis in die Renaissance und Moderne, wie etwa bei Leonardo da Vincis "vitruvianischem Mensch".
Herausforderungen und Perspektiven
Der Fund stellt Fano vor Herausforderungen wie die Finanzierung weiterer Ausgrabungen und die Entwicklung eines Tourismuskonzepts. Zudem liefert die Entdeckung neue Erkenntnisse über die Bedeutung der antiken Stadt Fanum Fortunae, die durch ihre Lage an der Via Flaminia und mit Meereszugang wichtiger war als bisher angenommen. Die Basilika lag in Sichtachse zu einem bereits bekannten römischen Tempel, mit einem Forum dazwischen.
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