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Wissen 05.04.2026, 15:03 Aktualisiert: 05.04.2026, 23:04

Artemis II umrundet den Mond: Spektakuläre Bilder, technische Probleme und Diskussion um wissenschaftlichen Wert

Artemis II ist die erste bemannte Mondumrundung seit 1972 mit vier Astronauten an Bord.

Wichtige Fakten

  • Artemis II ist die erste bemannte Mondumrundung seit 1972 mit vier Astronauten an Bord.
  • Die Mission liefert hochauflösende Bilder von Erde und Mond, die millionenfach in sozialen Medien geteilt werden.
  • Experten bezweifeln den wissenschaftlichen Nutzen der Bilder, da Roboter den Mond bereits detailliert kartiert haben.
  • Anhaltende Probleme mit der Bordtoilette erfordern Ersatzsysteme, obwohl die NASA die Funktionalität betont.
  • NASA-Administrator Jared Isaacman hält die Entdeckung außerirdischen Lebens aufgrund der Vielzahl von Galaxien für wahrscheinlich.

Mission und Bilder

Die NASA-Mission Artemis II hat erstmals seit 1972 eine bemannte Crew zur Mondumrundung geschickt, wobei die Astronauten weiter von der Erde entfernt sind als je zuvor. Die Mission liefert spektakuläre hochauflösende Bilder von Erde und Mond, darunter Aufnahmen des Orientale-Beckens auf der Mondrückseite, die laut NASA erstmals mit menschlichen Augen vollständig gesehen wurden. Die Bilder werden live gestreamt und in sozialen Medien millionenfach geteilt, um öffentliche Unterstützung zu generieren. Die Astronauten nutzen dabei 32 Kameras, darunter ältere Nikon-Modelle, GoPros und Smartphones, wobei die Fenster des Orion-Raumschiffs aufgrund der intensiven Beobachtungen sogar gereinigt werden mussten.

Wissenschaftlicher Wert und Kritik

Experten wie Chris Lintott von der University of Oxford bezweifeln jedoch den wissenschaftlichen Nutzen der Bilder, da Roboter wie Indiens Chandrayaan-3 und Chinas Chang'e-6 den Mond bereits detailliert kartiert haben. Die NASA betont dagegen, dass menschliche Beobachtungen subtile Oberflächenmerkmale besser erfassen könnten. Gleichzeitig dient die Mission als Prestigeprojekt im Wettlauf mit China um die Rückkehr von Menschen zum Mond, wobei die USA derzeit einen Vorsprung signalisieren.

Technische Probleme und Alltag

Die Crew berichtet von anhaltenden Problemen mit der Bordtoilette, bei der vermutlich Eis die Urinleitung blockiert, sodass Ersatzsysteme wie faltbare Plastikbehälter genutzt werden müssen. Trotzdem ist die Stimmung an Bord hoch, die Astronauten führen regelmäßige Updates durch und haben geologische Schulungen absolviert, um Mondmerkmale zu beschreiben. NASA-Administrator Jared Isaacman äußerte zudem, die Wahrscheinlichkeit für die Entdeckung außerirdischen Lebens sei aufgrund der Vielzahl von Galaxien hoch, betonte aber, dass er selbst keine Aliens gesehen habe.

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