Australischer High Court hebt reduziertes Urteil im Fall Emma Lovell auf
Wichtige Fakten
- • Australischer High Court kippt reduzierte Haftstrafe im Mordfall Emma Lovell.
- • Der Täter, zur Tatzeit 17, muss nun 14 Jahre Haft verbüßen.
- • Das Gericht befand, die Herabsetzung sei unzulässig gewesen.
- • Ehemann Lee Lovell fordert Gerechtigkeit und betont Wert von Emmas Leben.
Der Oberste Gerichtshof Australiens hat eine umstrittene Reduzierung der Haftstrafe für den Mörder der Britin Emma Lovell aufgehoben. Lovell war im Dezember 2022 in ihrem Haus in Brisbane von zwei Jugendlichen angegriffen und erstochen worden, als diese einbrachen. Der Haupttäter, damals 17 Jahre alt, wurde 2024 zu 14 Jahren Haft verurteilt, wobei er mindestens neun Jahre und neun Monate verbüßen muss. Im Mai legte der Täter Berufung ein, und das Berufungsgericht reduzierte den zu verbüßenden Teil auf 60 Prozent. Die Generalstaatsanwältin von Queensland legte dagegen Einspruch beim High Court ein, der nun entschied, dass die Reduzierung nicht zulässig war.
Fall sorgte für Empörung
Der Fall hatte in Australien für Empörung gesorgt und war eine von mehreren Straftaten, die Queensland dazu bewogen, strengere Jugendstrafgesetze einzuführen. Der zweite beteiligte Jugendliche wurde vom Vorwurf des Mordes freigesprochen und zu 18 Monaten Haft verurteilt. Emma Lovells Ehemann Lee sagte nach dem Urteil, es sei eine Bestätigung, dass das Leben seiner Frau zähle. Er hoffe, dass die Familie nun zu etwas Normalität zurückkehren könne, auch wenn der vierte Todestag am Boxing Day schwierig bleibe.
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