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Wirtschaft 06.03.2026, 14:59 Aktualisiert: 06.03.2026, 18:12

Axel Springer übernimmt Telegraph Media Group für 575 Millionen Pfund

Axel Springer zahlt 575 Millionen Pfund für die Telegraph Media Group.

Wichtige Fakten

  • Axel Springer zahlt 575 Millionen Pfund für die Telegraph Media Group.
  • Das Angebot übertrifft das des Daily Mail & General Trust um 75 Millionen Pfund.
  • TMG war seit 2023 ohne Eigentümer aufgrund von Schulden der Barclay-Brüder.
  • Springer plant Expansion in die USA und Investitionen in Technologie.
  • Die Übernahme ist Springers zweitgrößte Investition nach dem Kauf von Politico 2021.

Zusammenfassung der Übernahme

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat die britische Telegraph Media Group (TMG) für 575 Millionen Pfund (rund 660 Millionen Euro) übernommen. Das Angebot übertrifft das des Daily Mail & General Trust (DMGT) um 75 Millionen Pfund und setzt sich damit gegen den Konkurrenten durch. TMG, Eigentümer des Daily Telegraph, Sunday Telegraph und zugehöriger Digitalangebote, war seit 2023 ohne Eigentümer, nachdem die Barclay-Brüder Schulden bei der Lloyds Banking Group nicht begleichen konnten.

Hintergründe und Pläne

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner betonte, die redaktionelle Unabhängigkeit der Titel zu wahren und in Wachstum zu investieren, mit Fokus auf Expansion in den USA und den Einsatz von KI-Tools. Ziel sei es, den Telegraph zum meistgelesenen "bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt" zu machen. Die Übernahme folgt auf gescheiterte Versuche anderer Investoren, darunter RedBird IMI, deren Angebot an regulatorischen Hürden scheiterte, und DMGT, dessen Deal einer Prüfung durch die britische Regierung unterlag.

Regulatorische Aspekte und Reaktionen

Im Gegensatz zum DMGT-Deal wird von Axel Springer keine größere regulatorische Prüfung erwartet, was den Prozess beschleunigen könnte, jedoch sind noch Genehmigungen erforderlich. Die Übernahme ist nach dem Kauf von Politico 2021 für etwa eine Milliarde Dollar die zweitgrößte Investition in Springers Firmengeschichte. Der Daily Mail-Eigentümer Lord Rothermere, dessen Angebot gescheitert ist, wünschte Springer "jeden Erfolg", kritisierte aber das "veraltete regulatorische Rahmenwerk" in Großbritannien.

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