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Bahnbrechende Entdeckung: Steinzeitliche Pfeilgifte in Südafrika entdeckt
In Südafrika wurden Pfeil- oder Messerspitzen mit Pflanzengift nachgewiesen, die auf ein Alter von rund 60.000 Jahren datiert werden.
Wichtige Fakten
- • In Südafrika wurden Pfeil- oder Messerspitzen mit Pflanzengift nachgewiesen, die auf ein Alter von rund 60.000 Jahren datiert werden.
- • Das Forscherteam entdeckte auf den Pfeilspitzen Rückstände von Buphandrin und Epibuphasinin, Gifte aus der Fächerlilie.
- • Dies ist der älteste bekannte Beleg für die Verwendung von Pfeilgift weltweit.
- • Ähnliche chemische Spuren wurden auch auf Pfeilspitzen aus dem 18. Jahrhundert gefunden, was auf eine lange Tradition hindeutet.
- • Die bisher ältesten bekannten Nachweise für Pfeilgift stammten aus dem alten Ägypten und waren etwa 4.000 Jahre alt.
Eine internationale Studie hat gezeigt, dass Steinzeitmenschen in Südafrika bereits vor 60.000 Jahren Pflanzengifte zur Jagd nutzten. Forscher aus Schweden und Südafrika entdeckten auf Pfeil- oder Messerspitzen Rückstände des Gifts der Fächerlilie, auch bekannt als Gifbol. Diese Entdeckung ist der älteste Beleg für die Anwendung von Pfeilgift und zeigt, dass die Menschen damals über komplexes chemisches Wissen verfügten. Ähnliche Giftspuren wurden auch auf Pfeilspitzen aus dem 18. Jahrhundert nachgewiesen, was auf eine jahrtausendealte Tradition der Giftanwendung hindeutet. Die lange Nachweisbarkeit dieser chemischen Spuren wird durch ihre Stabilität erklärt, wodurch sie Zehntausende Jahre überdauern konnten. Der Fund zeigt nicht nur die frühe Entdeckung des Bogens, sondern auch die gezielte Nutzung von Pflanzenwissen zur Steigerung der Jagdeffizienz.
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