Teilen:
Inland 02.04.2026, 11:50

Bestatter gesteht Verhinderung von Beerdigungen und Betrug an Trauernden

Robert Bush, 48, verhinderte 30 Bestattungen und gab falsche Asche aus.

Wichtige Fakten

  • Robert Bush, 48, verhinderte 30 Bestattungen und gab falsche Asche aus.
  • Er gestand Diebstahl von Spenden für wohltätige Zwecke wie Macmillan Cancer Support.
  • 35 Leichen und eine halbe Tonne Asche wurden in seinem Geschäft gefunden.
  • Über 250 Menschen wurden durch Betrug mit Bestattungsplänen geschädigt.
  • Das Urteil wird am 27. Juli erwartet, eine Haftstrafe gilt als sicher.

Verbrechen eines Bestatters in Hull

Der Bestatter Robert Bush (48) hat vor dem Hull Crown Court gestanden, die Bestattung von 30 Leichen verhindert, falsche Asche an Familien ausgehändigt und Spenden für wohltätige Zwecke gestohlen zu haben. Die Ermittlungen begannen im März 2024 nach einem Hinweis auf mangelnde Sorgfalt im Umgang mit Verstorbenen bei der Legacy Independent Funeral Directors in Hull. Bei Durchsuchungen wurden 35 Leichen und eine halbe Tonne menschliche Asche auf dem Gelände gefunden.

Umfang des Betrugs

Bush hatte sich bereits im Oktober zu 35 Betrugsdelikten im Zusammenhang mit der falschen Behandlung von Überresten und der Rückgabe von Asche bekannt, darunter vier Fälle, in denen er Frauen Asche als Überreste ihrer ungeborenen Kinder ausgab. Zudem gestand er den Betrieb eines betrügerischen Geschäfts mit über 150 verkauften, aber nicht existierenden Bestattungsplänen. Insgesamt sind 254 Opfer betroffen. Bush nutzte das Vertrauen einer verwundbaren Gemeinschaft, der er kostengünstige Bestattungen anbot.

Reaktionen und Folgen

Die Familien der Opfer äußerten Entsetzen und Wut, viele erhielten falsche Asche, einige ließen diese sogar in Schmuck oder Tattoos verarbeiten. Über 1.000 persönliche Gegenstände der Verstorbenen wurden auf dem Gelände gefunden. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Taten als schwere Vertrauensbrüche in der Bestattungsbranche. Bush wurde bis zur Urteilsverkündung am 27. Juli auf Kaution freigelassen, wobei der Richter eine Haftstrafe als unvermeidlich bezeichnete. Bis zu 240 Opferaussagen werden erwartet.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.