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Inland 02.04.2026, 17:01 Aktualisiert: 02.04.2026, 18:04

Finanzminister Klingbeil schlägt Reform des Ehegattensplittings vor

Das fiktive Realsplitting soll das Ehegattensplitting ersetzen.

Wichtige Fakten

  • Das fiktive Realsplitting soll das Ehegattensplitting ersetzen.
  • Ein Freibetrag von 13.805 Euro kann zwischen Partnern aufgeteilt werden.
  • Steuerklassen III und V sollen abgeschafft werden.
  • Die Reform zielt auf mehr Gleichberechtigung im Arbeitsmarkt.

Reformvorschlag

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat einen Vorschlag zur Reform des Ehegattensplittings vorgelegt. Für neugeschlossene Ehen soll das bestehende System durch ein sogenanntes fiktives Realsplitting ersetzt werden, während bestehende Ehen weiterhin nach altem Recht besteuert werden. Das Realsplitting sieht vor, dass Partner einen Freibetrag von bis zu 13.805 Euro untereinander aufteilen können, um ihre Steuerlast zu optimieren. Dies soll dazu beitragen, steuerliche Fehlanreize zu beseitigen, die oft Frauen in Teilzeitjobs halten.

Weitere Änderungen

Zusätzlich plant das Finanzministerium, die Lohnsteuerklassen III und V abzuschaffen. Stattdessen sollen alle Paare das Faktorverfahren (Steuerklasse IV mit Faktor) nutzen, um eine gerechtere Besteuerung der Erwerbseinkommen zu erreichen. Die Reform ist Teil eines größeren Pakets zur Förderung der Gleichberechtigung, das auch den Ausbau der Kinderbetreuung mit jährlich fast einer Milliarde Euro von 2026 bis 2029 umfasst.

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