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Gesellschaft 18.07.2026, 05:18 Aktualisiert: 18.07.2026, 10:06

Betrugsmasche mit Altersvorsorge: 115 Opfer um über 11 Millionen Pfund gebracht

Steven Long betrog 115 ältere Menschen mit einer Immobilienbetrugsmasche.

Wichtige Fakten

  • Steven Long betrog 115 ältere Menschen mit einer Immobilienbetrugsmasche.
  • Die Gesamtschäden belaufen sich auf über 11 Millionen Pfund.
  • Long wurde zu acht Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.
  • Opfer verloren ihre Altersvorsorge und Eigenheime.
  • Long nutzte die Gelder für Luxusimmobilien im In- und Ausland.

Hintergrund des Betrugs

Steven Long, Geschäftsführer von Universal Wealth Preservation (UWP), wurde zu acht Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, weil er mit einer systematischen Betrugsmasche 115 überwiegend ältere Menschen um über 11 Millionen Pfund betrog. Die Opfer, darunter das Ehepaar Olive und Donald Matthews, unterschrieben Verträge zur Sicherung ihres Vermögens, insbesondere ihres Eigenheims, um es vor Pflegekosten zu schützen. Tatsächlich verkaufte Long die Häuser und behielt den Erlös ein.

Vorgehensweise

Long bewarb seine Dienstleistungen mit professionellen Broschüren und hielt Seminare in Luxushotels. Nach anfänglich seriösem Geschäftsgebaren verwendete er ab etwa 2014 die Gelder der Kunden, um seine Firma über Wasser zu halten und seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. So erwarb er mehrere Immobilien in Großbritannien und im Ausland. Die Ermittler beschrieben Longs Handeln als besonders niederträchtig, da er gezielt die Ängste älterer Menschen vor dem Verlust ihrer Ersparnisse ausnutzte.

Folgen für die Betroffenen

Viele Opfer, wie die 65-jährige Deborah Wildish, verloren nicht nur das Geld ihrer Eltern, sondern leiden auch unter Scham- und Schuldgefühlen. Die Staatsanwaltschaft betonte den hohen emotionalen Tribut, den der Betrug forderte. Einige Opfer mussten ihre Altersvorsorgepläne aufgeben und weiterarbeiten. Der Richter stellte fest, dass Long das in ihn gesetzte Vertrauen schwer missbraucht habe.

Rechtliche Lage

Zusätzlich zur Haftstrafe wurde ein Geschäftspartner Longs, Raymond Simpson, in Abwesenheit zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Gerichtlich wurde klargestellt, dass eine sogenannte Vermögenssicherung durch Überschreibung von Immobilien auf Dritte rechtlich nicht möglich ist, ohne dass dies als Umgehung von Pflegekosten betrachtet wird.

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