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International 20.05.2026, 01:08 Aktualisiert: 20.05.2026, 23:01

Putin in Peking: Xi lobt Freundschaft, Pipeline-Deal vertagt

Xi nannte Putin „alten Freund“, Putin Xi „lieben Freund“.

Wichtige Fakten

  • Xi nannte Putin „alten Freund“, Putin Xi „lieben Freund“.
  • China verlängert Vertrag über gute Nachbarschaft und Kooperation.
  • Kein endgültiger Vertrag zu Power of Siberia 2 unterzeichnet.
  • Putin warnt vor Hegemonie; Xi verurteilt „einseitige Gegenströmungen“.
  • China und Russland fordern Verhandlungen für Ukraine-Frieden.

Symbolträchtiger Empfang in der Großen Halle des Volkes

Chinas Staatschef Xi Jinping hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin mit militärischen Ehren und rotem Teppich in Peking empfangen. Eine Militärkapelle spielte den russischen Klassiker „Moscow Nights“. Xi begrüßte Putin als „meinen alten Freund“, Putin nannte Xi „meinen lieben Freund“. Beide betonten die strategische Zusammenarbeit und kritisierten die US-Atompolitik. Der Besuch folgt nur vier Tage nach dem Abflug von US-Präsident Donald Trump aus China und unterstreicht Pekings diplomatisches Gewicht.

Wirtschaft und Energie: Kein Durchbruch bei Power of Siberia 2

Im Mittelpunkt standen Wirtschaft und Energie. Putin erklärte, der bilaterale Handel sei in 25 Jahren um das 30-Fache gestiegen; Russland bleibe Chinas führender Energieexporteur mit 101 Mio. Tonnen Öl und 49 Mrd. m³ Gas 2025. Trotz Hoffnungen Moskaus wurde kein endgültiger Vertrag zur Pipeline „Power of Siberia 2“ unterzeichnet. Kremlsprecher Peskow räumte ein, der Zeitplan stehe noch nicht fest – lediglich eine „grundlegende Übereinkunft“ zur Trasse sei erreicht. Rund 40 bilaterale Abkommen wurden unterzeichnet, jedoch ohne das Prestigeprojekt.

Geopolitische Implikationen: Russlands Abhängigkeit wächst

The Guardian analysiert, dass Russlands wirtschaftliche Abhängigkeit von China das Verhältnis zunehmend asymmetrischer macht. Während Moskau den Besuch als Zeichen der Partnerschaft wertet, betont Xi Chinas Unabhängigkeit. Die russische Staatszeitung „Argumenty i Fakty“ schrieb, Putin werde „als Verbündeter“ empfangen, Trump hingegen als Rivale. Experten sehen Xi als größten Gewinner: Er inszeniert sich als globaler Staatsmann, der sowohl Washington als auch Moskau empfangen kann. In einer gemeinsamen Erklärung fordern China und Russland einen Waffenstillstand im Nahen Osten und Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs – eine direkte Verurteilung Russlands bleibt aus.

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