UK verabschiedet sich bis 2027 von russischem Diesel und Kerosin
Wichtige Fakten
- • Importverbot für Diesel und Kerosin aus russischem Öl ab 2027.
- • Lizenz wird alle zwei Wochen überprüft.
- • Kritik: Verzögerung finanziere Russlands Kriegskasse.
- • EU warnte vor weichen Sanktionen gegen Moskau.
- • Ölpreise stiegen aufgrund der Iran-Israel-Konflikte.
Hintergrund und Maßnahmen
Die britische Regierung hat verbindlich erklärt, dass Importe von Diesel und Kerosin, die aus russischem Rohöl hergestellt wurden, spätestens ab dem 1. Januar 2027 untersagt sein werden. Dies ist Teil eines Sanktionspakets gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs. Bereits im Mai hatte die Regierung eine schrittweise Beendigung dieser Importe angekündigt, jedoch Flexibilität wegen globaler Ölversorgungsprobleme gefordert. Handelsminister Chris Bryant betonte, die Fristsetzung sei ein klares Signal des maximalen Drucks auf Russland. Die Übergangslizenz wird alle zwei Wochen überprüft, was eine frühere Abschaffung ermöglicht.
Kritik und geopolitischer Kontext
Die Ankündigung stieß auf Kritik. Menschenrechtsaktivist Sir Bill Browder bezeichnete die Verzögerung als absurd, da sie Russlands Kriegsfinanzierung mit Milliardenbeträgen unterstütze. Auch die EU mahnte, es sei nicht die Zeit für Sanktionserweichungen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Ölpreise durch den US-israelischen Konflikt mit dem Iran und der Blockade der Straße von Hormus. Brent-Rohöl stieg von rund 70 auf 87 Dollar pro Barrel. Außenminister Stephen Doughty unterstrich, die Maßnahmen maximierten den Druck auf Russland und trügen zur Stabilisierung der britischen Energieversorgung bei.
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