Billionär John Paulson plant Werkverlagerung nach China trotz eigener Pro-US-Rhetorik
Wichtige Fakten
- • Conn Selmer plant Verlagerung der Blechblasinstrumentproduktion von Ohio nach China bis Juni 2026.
- • 150 Arbeitsplätze bei UAW Local 2359 in Eastlake, Ohio, sollen wegfallen.
- • John Paulson, Trump-Unterstützer, hatte öffentlich gegen Outsourcing und für US-Arbeitsplätze argumentiert.
- • Die Gewerkschaft kritisiert den Schritt als "Ohrfeige" und kämpft mit Protesten gegen die Schließung.
- • Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit verbesserter Wettbewerbsfähigkeit und Marktanforderungen.
Geplante Werkverlagerung nach China
Der Hedgefonds-Milliardär John Paulson, ein früher Unterstützer von Donald Trump, plant die Verlagerung der Produktion des US-Musikinstrumentenherstellers Conn Selmer von Eastlake, Ohio, nach China. Bis Ende Juni 2026 sollen 150 Arbeitsplätze wegfallen, wie aus Verhandlungen zwischen Unternehmen und der Gewerkschaft UAW Local 2359 hervorgeht. Die Arbeiter wurden laut Gewerkschaftspräsident Robert Hines bei den Vertragsverhandlungen im Februar 2026 mit der Schließungsankündigung konfrontiert, ohne dass ernsthafte Verhandlungen stattfanden.
Widersprüchliche Positionen und Proteste
Die Entscheidung steht im Widerspruch zu Paulsons öffentlicher Rhetorik: Im September 2024 hatte er in einem CNBC-Interview noch betont, man müsse US-Fabriken schützen und Outsourcing verhindern. Die Gewerkschaft kritisiert dies als "Ohrfeige" und organisiert Proteste, darunter eine Kundgebung in Eastlake. Conn Selmer rechtfertigt die Schließung mit gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit und behauptet, weiterhin US-Produktion zu unterstützen. Die Arbeiter fürchten neben Jobverlusten auch negative Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft in Ohio.
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