Warnstreiks bei den Ländern sollen ausgeweitet werden: Kitas, Unikliniken und Verwaltungen im Fokus
- • ver.di und der dbb kündigen an, die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder ab der kommenden Woche deutlich auszuweiten.
- • Betroffen sein sollen unter anderem Unikliniken, Kitas und Verwaltungen; genannt werden zudem Stadtstaaten (Erzieher), Straßenräumdienste, Rechenzentren und Finanzämter.
- • Nach der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam kritisiert ver.di-Chef Frank Werneke, die Länder-Arbeitgeber hätten noch kein verbindliches Angebot vorgelegt.
"Sollten die Arbeitgeber bis Februar kein Angebot vorlegen, dürften die Arbeitsniederlegungen weiter zunehmen und den Betrieb öffentlicher Einrichtungen auch in den Winterferien spürbar beeinträchtigen."
Grundsicherung statt Bürgergeld: Mehr Druck, weniger Schonzeit
- • Die Regierung plant, das Bürgergeld ab 1. Juli 2026 in eine Grundsicherung umzuwandeln; der Gesetzentwurf wurde im Bundestag erstmals debattiert.
- • Rund 5,3 Millionen Menschen beziehen derzeit Bürgergeld; 73 Prozent gelten als erwerbsfähig.
- • Geplante Sanktionen: Wird ein zweiter Jobcenter-Termin versäumt, erfolgt eine Kürzung um 30 Prozent; beim dritten Termin können Leistungen eingestellt werden; auch die sofortige Kürzung um 30 Prozent bei verweigerten Bewerbungen oder Kursen ist vorgesehen.
"Die Reform dürfte den Druck auf Leistungsbeziehende und Jobcenter erhöhen und die Debatten über soziale Härten und Effizienz der Arbeitsvermittlung weiter anfachen."
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DAX setzt Höhenflug fort, politische Risiken und geopolitische Spannungen bleiben
- • Der DAX hat in der ersten Woche des neuen Jahres an allen fünf Handelstagen neue Allzeithochs erreicht und durschritt die 25.000-Punkte-Marke.
- • Der DAX stieg am Freitag in der Spitze um knapp ein halbes Prozent auf 25.281 Punkte und schloss mit 25.261 Zählern beim Wochenplus von rund drei Prozent.
- • Die Einigung über das Mercosur-Abkommen hat dem DAX einen deutlichen Auftrieb gegeben.
"Während der DAX einen beeindruckenden Start ins neue Jahr hingelegt hat, mahnen Experten zur Vorsicht. Die geopolitischen Risiken bleiben hoch und könnten die Märkte weiter beeinflussen. Die weitere Entwicklung der Ölpreise und die anhaltenden Proteste im Iran stellen mögliche Gefahren dar."