Brandanschläge auf jüdische Ziele: Geständnis und neue Festnahmen
Wichtige Fakten
- • Ein 17-jähriger Teenager aus Brent gestand Brandstiftung ohne Lebensgefährdung nach Angriff auf die Kenton United Synagogue.
- • Sieben Personen wurden wegen mutmaßlicher Pläne für Brandanschläge auf jüdische Gemeinschaft festgenommen, drei davon auf Kaution frei.
- • Insgesamt 23 Personen seit März in Verbindung mit Angriffen auf jüdische Einrichtungen oder Gegner des Iran-Regimes festgenommen.
- • Polizei untersucht 'Hauptermittlungslinie' zu kriminellen Stellvertretern, die für Brandanschläge bezahlt werden.
- • Premierminister Keir Starmer bekräftigt Kampf gegen Antisemitismus und Terror.
Geständnis und Gerichtsverfahren
Ein 17-jähriger Teenager aus Brent im Nordwesten Londons hat vor dem Westminster Magistrates' Court gestanden, Brandstiftung ohne Lebensgefährdung begangen zu haben. Der Jugendliche, dessen Name aufgrund seines Alters nicht genannt wird, warf am Samstagabend eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit durch ein Fenster der Kenton United Synagogue in Harrow. Der Angriff verursachte laut der jüdischen Wohltätigkeitsorganisation Community Security Trust nur geringen Rauchschaden in einem Innenraum, es gab keine Verletzten oder signifikante strukturelle Schäden. Der Teenager wurde unter Auflagen, darunter einem Aufenthaltsverbot für Synagogen, auf Kaution entlassen und muss sich am 4. Juni vor dem Willesden Youth Court verantworten.
Weitere Festnahmen und Ermittlungen
Parallel zum Geständnis wurden sieben Personen wegen mutmaßlicher Pläne für Brandanschläge auf die jüdische Gemeinschaft festgenommen. Drei Männer im Alter von 24, 25 und 26 Jahren wurden am Sonntag in Harpenden, Hertfordshire, festgenommen und später auf Kaution entlassen. Am Montag folgten Festnahmen eines 25-Jährigen in Stevenage sowie eines 26-jährigen Mannes und zweier Frauen in Birmingham, die weiter in Gewahrsam sind. Zudem wurde am Dienstag ein 39-jähriger Mann in Ealing im Zusammenhang mit einer Untersuchung zu nicht-gefährlichen Substanzen in Kensington Gardens festgenommen. Insgesamt hat die Polizei seit März 23 Personen in Verbindung mit Angriffen auf jüdische Einrichtungen oder Gegner des Iran-Regimes festgenommen.
Hintergründe und Reaktionen
Die Counter-Terrorism-Einheit der Metropolitan Police untersucht eine Reihe von Vorfällen, darunter Brandanschläge auf jüdische Rettungswagen in Golders Green, zwei Synagogen und ein ehemaliges jüdisches Wohlfahrtsgebäude. Deputy Assistant Commissioner Vicki Evans betonte, dass die Polizei eine 'Hauptermittlungslinie' zu kriminellen Stellvertretern verfolgt, die für die Ausführung von Brandanschlägen bezahlt werden sollen. Premierminister Keir Starmer bekräftigte die Entschlossenheit der Regierung im Kampf gegen Antisemitismus und Terror. Die Polizei warnt potenzielle Täter vor den hohen Risiken einer Beteiligung an solchen Aktivitäten.
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