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Politik 04.07.2026, 06:00 Aktualisiert: 04.07.2026, 08:02

Brexit: Britische Teenager in der EU drohen hohe Studiengebühren

Ab 2028 verlieren Briten in der EU den Heimgebührenstatus.

Wichtige Fakten

  • Ab 2028 verlieren Briten in der EU den Heimgebührenstatus.
  • Internationale Gebühren sind oft mindestens dreimal so hoch.
  • Studiendarlehen sind für diese Gruppe dann nicht mehr verfügbar.
  • Die Änderung betrifft alle Landesteile des Vereinigten Königreichs.
  • Ein EU-UK-Gipfel zur Lösung wurde nach Starmer-Rücktritt verschoben.

Ende der Brexit-Übergangsfrist für Studiengebühren

Britische Teenager, die mit ihren Familien in der EU leben, drohen ab 2028 deutlich höhere Studiengebühren in Großbritannien. Bislang haben Briten mit Wohnsitz in der EU einen Anspruch auf den Heimgebührensatz („home fee“), der im Studienjahr 2026 mit maximal 9.790 Pfund gedeckelt ist. Wenn die Brexit-Übergangsphase 2028 ausläuft, gelten sie jedoch als internationale Studierende, für die Universitäten eigene, oft mindestens dreimal so hohe Gebühren festlegen können.

Auswirkungen auf Kredite und Familien

Zudem verlieren diese Studierenden den Zugang zu staatlichen Studiendarlehen für Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. Laut Julie Moktadir, Partnerin und Leiterin des Einwanderungsrechts bei Stone King, müssen Studierende dann drei Jahre vor Studienbeginn im Vereinigten Königreich gelebt haben, um Heimgebühren zu erhalten. Einige Universitäten können zwar Ausnahmen gewähren, aber Kreditgeber sind an die Regeln gebunden. Betroffene Familien stehen vor schwierigen Entscheidungen, da ein Umzug ins Vereinigte Königreich oft die einzige Lösung ist. Die Familie Thompson etwa zog 2021 nach Deutschland und müsste ihre Tochter, die Naturwissenschaften in Cambridge studieren möchte, nun internationale Gebühren zahlen, die weit über 55.000 Pfund pro Jahr betragen könnten.

Politische Perspektive

Ein ursprünglich für Juli 2026 geplanter EU-UK-Gipfel, der unter anderem eine Rückkehr zu Vor-Brexit-Regeln für Studierende thematisieren sollte, wurde nach dem Rücktritt von Premierminister Keir Starmer verschoben. Universities UK betont, dass die Heimgebührenregel nur ein vorübergehender Schutz für Expatriates war und die Änderung diese Gruppe nun mit anderen Briten im Ausland gleichstellt.

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