Britische Haushaltsplanung: Steuerlast steigt trotz Ruhe im Frühjahrsstatement
Wichtige Fakten
- • Steuerlast soll bis 2031 auf Rekordhoch von 38% des Volkseinkommens steigen.
- • Inflationsziel von 2% für die nächsten fünf Jahre prognostiziert.
- • Einkommenssteuer-Grenzen bleiben bis 2031 eingefroren (Fiscal Drag).
- • Immobilienpreise sollen jährlich um 2,4-2,9% steigen (2026-2030).
Steuerlast erreicht historisches Hoch
Trotz des Fehlens neuer Steuererhöhungen im Frühjahrsstatement von Schatzkanzlerin Rachel Reeves steigt die britische Steuerlast weiter an. Laut Prognosen soll der Anteil des Volkseinkommens, der an den Staat geht, bis 2031 auf ein Rekordhoch von 38% ansteigen. Entscheidend ist dabei der sogenannte Fiscal Drag: Die Einkommenssteuergrenzen bleiben bis 2031 eingefroren, wodurch bei Gehaltserhöhungen automatisch mehr Steuern anfallen.
Inflationsziel und unsichere Zinsen
Das Office for Budget Responsibility (OBR) prognostiziert, dass die Inflation in den nächsten fünf Jahren auf das Ziel von 2% sinken wird – ein deutlicher Rückgang vom Höchststand von 11,1% im Oktober 2022. Allerdings wurden diese Prognosen vor den jüngsten Eskalationen im Nahost-Konflikt erstellt, die zu Unsicherheiten bei den Energiepreisen und damit bei den Zinsentscheidungen der Bank of England führen könnten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das verfügbare Haushaltseinkommen soll zwischen 2026 und 2030 jährlich um 0,6-0,9% wachsen, während die Immobilienpreise im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 2,4-2,9% pro Jahr steigen werden. Reeves räumte ein, dass der Krieg im Nahen Osten die wirtschaftliche Unsicherheit erhöht hat, was die Erfüllung ihrer selbstauferlegten Haushaltsregeln erschweren könnte.
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