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Wirtschaft 18.02.2026, 09:16 Aktualisiert: 18.02.2026, 23:07

Britische Inflation fällt auf niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren

Die britische Inflation sank im Januar auf 3%, den niedrigsten Stand seit März 2025.

Wichtige Fakten

  • Die britische Inflation sank im Januar auf 3%, den niedrigsten Stand seit März 2025.
  • Haupttreiber des Rückgangs waren sinkende Preise für Treibstoff, Lebensmittel und Flugtickets.
  • Ökonomen sehen eine etwa 80%ige Chance auf eine Zinssenkung der Bank of England im März.
  • Die Regierung senkt ab April die Haushaltsenergierechnungen, was die Inflation weiter drücken soll.
  • Trotz sinkender Inflationsrate steigen die Preise weiter, nur langsamer als zuvor.

Inflationsrückgang im Januar

Die britische Inflation ist im Januar auf 3% gesunken, nachdem sie im Dezember noch bei 3,4% lag. Damit erreichte sie den niedrigsten Stand seit März 2025. Laut dem Office for National Statistics (ONS) wurde der "markante" Rückgang vor allem durch sinkende Preise für Treibstoff, Flugtickets sowie für Grundnahrungsmittel wie Brot, Getreide und Fleisch getrieben. Allerdings wurden diese Effekte teilweise durch steigende Kosten für Hotelaufenthalte und Takeaway-Essen ausgeglichen.

Auswirkungen auf die Geldpolitik

Der Inflationsrückgang erhöht die Erwartungen an die Bank of England, ihren Leitzins – aktuell bei 3,75% – bald zu senken. Ökonomen wie Simon French von Panmure Liberum schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März auf etwa 80%. Die Regierung plant zudem, ab April die Haushaltsenergierechnungen zu senken, was die Inflation in den kommenden Monaten weiter drücken soll. Dennoch bleiben die Preise insgesamt hoch und steigen nur langsamer.

Reaktionen und Herausforderungen

Finanzministerin Rachel Reeves begrüßte den Rückgang und betonte, die Senkung der Lebenshaltungskosten habe Priorität. Die Opposition kritisierte jedoch, die Inflation liege weiter über dem Ziel von 2%. Einzelhändler warnten vor künftigen Preissteigerungen aufgrund höherer Mindestlöhne und steigender Sozialversicherungsbeiträge. Für Verbraucher brachten die Januar-Schlussverkäufe vorübergehende Entlastung bei Kleidung, Schuhen und Möbeln.

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