Britische Regierung verstaatlicht British Steel
Wichtige Fakten
- • Premierminister Starmer kündigt Verstaatlichung von British Steel an.
- • Gesetzgebung soll noch diese Woche eingebracht werden.
- • Staat gibt täglich ca. 1 Mio. Pfund aus, um British Steel zu stützen.
- • Staatssupervision kostete bisher 377 Mio. Pfund.
- • Gewerkschaften unterstützen Verstaatlichung voll und ganz.
Regierung übernimmt volle Kontrolle
Die britische Regierung wird den Stahlkonzern British Steel in staatliche Hand nehmen. Premierminister Keir Starmer kündigte an, noch diese Woche ein Gesetz einzubringen, das der Regierung die Befugnis gibt, die volle Eigentümerschaft zu übernehmen – vorbehaltlich eines öffentlichen Interessentests. Der Schritt erfolgt, nachdem ein kommerzieller Verkauf nicht möglich war, wie Starmer in einer Rede erklärte. Bereits im April 2024 hatte der Staat die Kontrolle über das Stahlwerk in Scunthorpe von den chinesischen Eigentümern Jingye übernommen.
Finanzielle Dimension und Unterstützung
Laut BBC soll die Regierung täglich eine Million Pfund ausgeben, um das defizitäre Unternehmen am Laufen zu halten. Der Nationale Rechnungshof (NAO) bezifferte die bisherigen Kosten der Staatsaufsicht auf 377 Millionen Pfund – Tendenz steigend. Gewerkschaften wie Community, Unite und GMB begrüßten die Verstaatlichung und forderten staatliche Projekte mit britischem Stahl.
Industrieverband UK Steel warnte, dass die Verstaatlichung nur der Beginn eines langfristigen Plans und einer Investitionsstrategie sein dürfe. Der Staat hatte British Steel bereits 2019 für sechs Monate in der Insolvenz verwaltet, was 600 Millionen Pfund kostete.
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