Starmer unter Druck: Mandelson-Affäre zieht weitere Kreise
Wichtige Fakten
- • Peter Mandelson wurde trotz negativer Sicherheitsüberprüfung zum US-Botschafter ernannt.
- • Premier Keir Starmer beteuert, von den Sicherheitsbedenken erst später erfahren zu haben.
- • Der frühere Spitzenbeamte Sir Olly Robbins wurde wegen der Affäre entlassen.
- • Die Opposition fordert Starmers Rücktritt und wirft ihm Täuschung des Parlaments vor.
- • Starmer muss sich am Montag im Parlament zu dem Skandal äußern.
Zusammenfassung
Die britische Regierung unter Premier Keir Starmer befindet sich in einer schweren Krise, nachdem bekannt wurde, dass der ehemalige Minister Peter Mandelson trotz negativer Sicherheitsüberprüfung zum Botschafter in den USA ernannt wurde. Starmer und sein Stellvertreter David Lammy betonen, sie hätten von den Sicherheitsbedenken erst nach der Ernennung erfahren und Mandelson sonst nicht berufen. Der frühere Spitzenbeamte Sir Olly Robbins wurde wegen der Affäre entlassen, nachdem er die negativen Ergebnisse nicht an die Regierung weitergeleitet hatte. Die Kabinettssekretärin Antonia Romeo erfuhr Ende März von der fehlgeschlagenen Überprüfung, musste jedoch die Umstände untersuchen, bevor sie den Premierminister informierte.
Politische Reaktionen
Die Opposition fordert Starmers Rücktritt und wirft ihm vor, das Parlament über den ordnungsgemäßen Ablauf der Ernennung getäuscht zu haben. Konservative Chefin Kemi Badenoch bezeichnete Starmer als "unfähig, das Land zu regieren", während Reform-UK-Sprecher Robert Jenrick ihn als "völlig ungeeignet" kritisiert. Regierungsmitglieder wie Liz Kendall und David Lammy verteidigen den Premier als "Mann der Integrität" und weisen Vorwürfe zurück, er habe die nationale Sicherheit gefährdet. Lammy erklärte, er sei "überrascht und schockiert" über die Entlassung von Sir Olly Robbins.
Weitere Entwicklungen
Starmer muss sich am Montag im Parlament zu dem Skandal äußern, wobei der Observer einen "explosiven Debatte" erwartet. Sir Olly Robbins wird voraussichtlich am Dienstag erneut vom Auswärtigen Ausschuss befragt, nachdem neue Enthüllungen seine früheren Aussagen in Frage stellen. Die liberaldemokratische Führerin Ed Davey warnt, dass Starmers Fehlhandlungen Nigel Farage die Tür zur Macht öffnen könnten. Unterdessen hat Außenministerin Yvette Cooper eine Überprüfung der an Abgeordnete gegebenen Informationen angeordnet, um deren Genauigkeit sicherzustellen.
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