Britische Unternehmen planen Preissteigerungen durch Nahostkonflikt
Wichtige Fakten
- • Bank of England CFO-Umfrage: Preissteigerungserwartung von 3,4% auf 3,7% gestiegen
- • Schließung der Straße von Hormuz treibt Öl- und Gaspreise deutlich nach oben
- • Finanzministerin Rachel Reeves berät mit Einzelhandel über Lieferengpässe und Preise
- • Finanzmärkte erwarten zwei Zinserhöhungen bis Jahresende statt zuvor erwarteter Senkungen
- • Bank-Gouverneur Bailey warnt vor schwacher Nachfrage und eingeschränkter Preisdurchsetzung
Preiserwartungen steigen durch Konfliktfolgen
Eine Umfrage der Bank of England unter mehr als 2.000 Finanzchefs britischer Unternehmen zeigt, dass diese für das kommende Jahr Preissteigerungen von durchschnittlich 3,7% erwarten - ein Anstieg gegenüber 3,4% im Vormonat. Als Hauptgrund wird der Krieg im Nahen Osten genannt, insbesondere die effektive Schließung der Straße von Hormuz, die zu deutlich höheren Öl- und Gaspreisen geführt hat.
Unternehmen reagieren auf gestiegene Kosten
Bereits reagiert hat das Reinigungsmittelunternehmen McBride, das aufgrund "erhöhter Inputkosten" Preiserhöhungen ankündigte und explizit auf die Auswirkungen des Nahostkonflikts verwies. Finanzministerin Rachel Reeves traf sich mit Einzelhandelsvertretern, um über Lieferengpässe und Preisrisiken zu beraten, steht aber unter Druck, Haushalte vor steigenden Energie- und Treibstoffkosten zu schützen.
Zinspolitik im Fokus
Die gestiegenen Inflationserwartungen beeinflussen die Geldpolitik: Während Finanzmärkte nun zwei Zinserhöhungen bis Jahresende erwarten (nach zuvor erwarteten Senkungen), warnt Bank-Gouverneur Andrew Bailey, Unternehmen könnten aufgrund schwacher Konsumnachfrage gestiegene Kosten nicht vollständig weitergeben. Einige Ökonomen sehen eine Wirtschaftsabschwächung als dringlichere Gefahr als Inflation.
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