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International 07.08.2026, 13:01 Aktualisiert: 07.08.2026, 18:02

Bulgarien zwischen den Fronten: US-Tankflugzeuge und die iranische Drohung

Bulgarien erlaubt US-Tankflugzeugen Starts vom Militärflughafen Besmer Richtung Nahost.

Wichtige Fakten

  • Bulgarien erlaubt US-Tankflugzeugen Starts vom Militärflughafen Besmer Richtung Nahost.
  • Iran droht Bulgarien mit Konsequenzen wegen der Unterstützung US-Operationen.
  • Lokale Demonstranten protestieren gegen die Beteiligung an einem fremden Krieg.
  • Bürgermeister von Besmer übermittelt Bedenken der Bevölkerung an Verteidigungsminister.
  • Premierminister Rumen Radew betont USA als wichtigsten Sicherheitspartner.

Bulgarien erlaubt US-Tankflugzeuge – Iran droht

Das bulgarische Parlament hat entschieden, US-Tankflugzeugen die Nutzung des Militärflughafens Besmer nahe der Stadt Jambol zu gestatten. Diese sollen von dort aus Flüge in Richtung Naher Osten durchführen. Die Entscheidung stößt bei einem Teil der Bevölkerung auf Widerstand: Rund 30 Demonstranten versammelten sich vor dem Rathaus in Jambol, um gegen die Beteiligung an einem ihrer Meinung nach fremden Krieg zu protestieren. Eine Anwohnerin zeigte sich besorgt um die Sicherheit der Kinder, eine andere betonte den Wunsch nach Frieden.

Die iranische Regierung hat wiederholt mit Konsequenzen gedroht, falls von bulgarischem Boden aus US-Militäroperationen gegen Iran unterstützt werden. Außenminister Abbas Araghtschi warnte seine bulgarische Amtskollegin, dass die Nutzung des Stützpunkts als Begünstigung amerikanischer Aggression gewertet werden könnte. Diese Drohungen verunsichern die lokale Bevölkerung. Bürgermeister Rosen Rusew von Besmer erklärte, dass die Menschen durch die diplomatische Note Irans verunsichert seien, räumte aber ein, keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Regierung zu haben. Er habe jedoch mit Verteidigungsminister Dimitar Stojanow gesprochen und dabei auf die im Mittelmeer stationierten Sicherheitskräfte sowie Schutz durch Nachbarländer wie Griechenland, Türkei und Rumänien verwiesen.

Der bulgarische Premierminister Rumen Radew steht in der Kritik, da er früher einen kritischen Kurs gegenüber der Ukraine verfolgte und nun dem US-Gesuch nachkam. Er bezeichnete die USA als wichtigsten Sicherheitspartner Bulgariens und betonte, dass der Einsatz keine Kampfhandlungen beinhalte.

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