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Wirtschaft 19.05.2026, 10:00 Aktualisiert: 19.05.2026, 18:03

Bund beginnt Reprivatisierung von Uniper

Bund beginnt mit Reprivatisierung von Uniper.

Wichtige Fakten

  • Bund beginnt mit Reprivatisierung von Uniper.
  • Optionen: Börsengang oder Verkauf.
  • Staat will strategische Sperrminorität von 25% plus eine Aktie.
  • Kaufinteressenten können sich bis 12. Juni melden.
  • EU-Ziel: Beteiligung bis Ende 2028 auf 25% reduzieren.

Hintergrund der Reprivatisierung

Die Bundesregierung leitet die Rückführung des Energiekonzerns Uniper in private Hand ein. Wie aus einer Anzeige in der Financial Times hervorgeht, wird ein Börsengang oder ein direkter Verkauf erwogen. Der Staat will nach Abschluss des Prozesses noch 25 Prozent plus eine Aktie halten, um eine Sperrminorität zu sichern. Derzeit liegt der Staatsanteil bei 99,12 Prozent.

Verfahren und Optionen

Interessierte Investoren können bis zum 12. Juni Absichtserklärungen bei den Banken UBS und JP Morgan abgeben. Bevorzugt werden langfristige Investoren, die das Unternehmen als Ganzes erhalten. Parallel wird ein möglicher Börsengang im Januar 2027 vorbereitet. Eine endgültige Entscheidung über den Umfang und die Form der Transaktion steht noch aus.

Hintergrund der Verstaatlichung

Uniper war 2022 im Zuge der Energiekrise mit Milliarden vom Bund gerettet worden, nachdem Russland aufgrund des Ukraine-Krieges die Gaslieferungen eingestellt hatte. Die EU hatte die Beihilfen unter Auflagen erlaubt, darunter die Reduzierung der Beteiligung auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie bis Ende 2028.

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