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Inland 20.05.2026, 10:27 Aktualisiert: 20.05.2026, 18:01

Führerscheinreform: Kabinett billigt Digitalisierung und Kostensenkungen

Fragekatalog wird von 1.169 auf 840 Fragen reduziert.

Wichtige Fakten

  • Fragekatalog wird von 1.169 auf 840 Fragen reduziert.
  • Praktische Prüfung von 55 auf 40 Minuten verkürzt.
  • Sonderfahrten sollen künftig flexibel je nach Können sein.
  • Private Übungsfahrten mit Begleitperson werden erlaubt.
  • Reform soll bis 1. Januar 2027 umgesetzt werden.

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der den Führerscheinerwerb günstiger und moderner machen soll. Verkehrsminister Patrick Schnieder betonte, Mobilität dürfe kein Privileg sein. In Deutschland kostet ein Pkw-Führerschein derzeit durchschnittlich 3.400 Euro. Um Kosten zu senken, setzt der Entwurf auf Digitalisierung, Bürokratieabbau und mehr Transparenz.

Konkrete Änderungen im Detail

Die Pflicht zum Präsenzunterricht entfällt, Fahrschulen können mehr digitale Theorie anbieten. Der Theorie-Fragenkatalog wird von 1.169 auf etwa 840 Fragen reduziert. Praktische Prüfungen werden von 55 auf 40 Minuten verkürzt, bei gleicher Sicherheit. Die Zahl der 45-minütigen Sonderfahrten ist nicht mehr fest auf zwölf begrenzt. Private Übungsfahrten mit einer Begleitperson (z.B. Eltern) werden eingeführt. Preise und Erfolgsquoten aller Fahrschulen sollen online vergleichbar sein.

Kritik und nächste Schritte

Der Entwurf geht nun in Bundestag und Bundesrat. Verkehrsminister Schnieder empfiehlt, den Führerschein sofort zu machen, da die Preise sinken sollen. Fahrlehrerverbände üben strenge Kritik: Online-Unterricht, weniger Sonderfahrten und Laienausbildung seien Risiken für die Verkehrssicherheit.

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