Teilen:
Politik 24.02.2026, 20:53 Aktualisiert: 24.02.2026, 23:07

Bundeskanzler Merz startet erste China-Reise mit Fokus auf Wirtschaft und Ukraine

Bundeskanzler Merz unternimmt seinen ersten Antrittsbesuch in China mit einer großen Wirtschaftsdelegation.

Wichtige Fakten

  • Bundeskanzler Merz unternimmt seinen ersten Antrittsbesuch in China mit einer großen Wirtschaftsdelegation.
  • Im Fokus stehen faire Wettbewerbsregeln für deutsche Unternehmen, seltene Erden und der Krieg in der Ukraine.
  • Deutschland hat ein Rekordhandelsdefizit mit China, während Exporte in Autoindustrie und Maschinenbau zurückgehen.
  • China gilt als größter Unterstützer Russlands im Ukrainekrieg, eine schnelle Kursänderung erscheint unwahrscheinlich.
  • Investitionen deutscher Unternehmen in China stiegen trotz unsicherer Lage auf etwa sieben Milliarden Euro im letzten Jahr.

Antrittsbesuch mit wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine erste China-Reise angetreten, einen Antrittsbesuch, der vor erheblichen Herausforderungen steht. Laut Berichten aus dem Kanzleramt hat sich Merz intensiv vorbereitet, einschließlich Treffen mit China-Experten und Abstimmungen mit der EU. Die Reise konzentriert sich auf faire Wettbewerbsregeln für deutsche Unternehmen, den Zugang zu seltenen Erden und den Krieg in der Ukraine, wobei China als größter Unterstützer Russlands eine Schlüsselrolle in möglichen Friedenslösungen spielen könnte.

Wirtschaftliche Abhängigkeiten und Handelsdefizite

Die deutsche Wirtschaft leidet unter zunehmenden Problemen im Chinageschäft, mit einem Rekordhandelsdefizit und sinkenden Exporten in Bereichen wie Autoindustrie und Maschinenbau. Experten wie Jürgen Matthes vom Institut der Deutschen Wirtschaft weisen auf Wettbewerbsverzerrungen durch chinesische Subventionen und einen günstigen Wechselkurs hin, die zu unfairen Kostenvorteilen führen. Trotz dieser Unsicherheiten sind die Investitionen deutscher Unternehmen in China im letzten Jahr auf schätzungsweise sieben Milliarden Euro gestiegen, während direkte Exporte aus Deutschland zurückgehen.

Diplomatische Strategie und begrenzte Erwartungen

Merz strebt eine harmonische Kommunikation an und vermeidet direkte Konfrontation, obwohl er zuvor China für systematische Abhängigkeitsausnutzung kritisiert hat. Themen wie Menschenrechte dürften entschärft angesprochen werden. Die Reise wird von der größten Wirtschaftsdelegation seit Jahren begleitet, was die Bedeutung des Besuchs für die lahmende deutsche Wirtschaft unterstreicht, doch einfache Lösungen für die komplexen Abhängigkeiten und geopolitischen Spannungen sind nicht zu erwarten.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.