Bundesumweltminister plant Textilgesetz gegen Wegwerfmode
Wichtige Fakten
- • Hersteller sollen für Entsorgungskosten ihrer Produkte zahlen.
- • Je minderwertiger die Ware, desto höher die Abgaben.
- • Nur 1% der Alttextilien weltweit wird recycelt.
- • Kleider-Container pro 1.000 Einwohner geplant.
- • Textilindustrie kritisiert Pläne als 'Ablasshandel'.
Einführung eines Textilgesetzes
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgelegt, um gegen die Probleme von "Fast Fashion" vorzugehen. Hersteller von Kleidung und Schuhen sollen künftig für die Entsorgungskosten ihrer Produkte aufkommen. Die Abgabenhöhe orientiert sich dabei an der Menge und Qualität der Textilien: Je minderwertiger die Ware, desto teurer wird es für die Produzenten. Nachhaltige Hersteller würden weniger zahlen.
Umsetzung und Kritik
Geplant ist eine flächendeckende Sammlung und Verwertung über neu zu gründende Organisationen, mit einem Kleider-Container pro 1.000 Einwohner. Der Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie kritisiert die Pläne scharf als "Ablasshandel" und warnt vor zusätzlicher Bürokratie und wirtschaftlichen Belastungen, insbesondere für mittelständische Unternehmen. Die Regelung soll auch für Billigimporte aus China gelten.
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