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International 24.08.2026, 17:29

Burnham in Kyjiw: Großbritannien übergibt Blaupausen für Marschflugkörper an die Ukraine

Großbritannien übergibt Blaupausen für eigenständige Produktion.

Wichtige Fakten

  • Großbritannien übergibt Blaupausen für eigenständige Produktion.
  • Burnham fordert mehr Patriot-Systeme für Luftverteidigung.
  • Zelenskyj meldet Finanzierungslücke von 27 Milliarden Euro für 2026.

Britisches Hilfspaket: Raketenproduktion in der Ukraine

Der britische Premierminister Andy Burnham hat bei seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch in Kyjiw zum 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit angekündigt, dass Großbritannien der Ukraine die Baupläne für Komponenten des SCALP-Marschflugkörpers übergeben wird. Dies ermöglicht der Ukraine, den Langstrecken-Marschflugkörper künftig selbst herzustellen. Rüstungskonzern MBDA wird dafür klassifizierte Informationen zu britischen Bauteilen freigeben.

Internationale Unterstützung und klare Worte an Russland

Burnham betonte die uneingeschränkte Unterstützung Großbritanniens für die Ukraine: „Die Ukraine hat Europas Schutz gewährleistet, sie ist nicht nur eine Belastung für unsere Sicherheit, sondern die Frontlinie, um Europa zu schützen.“ Er rief beim Treffen der „Koalition der Willigen“ weitere Verbündete auf, Patriot-Luftabwehrraketen bereitzustellen. Angesichts russischer Drohungen gegen die Raketenproduktion konterte er scharf: „Wer hat das Feuer entfacht? Das ist die Frage, nicht wahr?“ Vertreter der Koalition, der 34 Länder angehören, verurteilten die anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur und kündigten verstärkte Sanktionen sowie die Intensivierung der militärischen Unterstützung an, insbesondere bei der Luftverteidigung.

Verschärfte Kampfhandlungen und humanitäre Notlage

Parallel zu den internationalen Bekundungen setzte Russland seine Angriffe fort: In Tschernihiw wurden bei einem Drohnenangriff 16 Menschen verletzt, auch die Region Odessa war erneut Ziel russischer Angriffe auf Energie- und Nahrungsmittel-Infrastruktur. Die Zahl der getöteten Zivilisten erreichte im Juli den höchsten Stand seit Mai 2022. EU-Ratspräsident António Costa kündigte an, die Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen und den Druck auf Moskau zu erhöhen: „Russland muss ernsthaft an Friedensverhandlungen Interesse zeigen. Eskalation ist keine Lösung – Diplomatie ist notwendig.“

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