Burnham senkt EV-Ziele trotz Klimakrise
Wichtige Fakten
- • Großbritannien senkt EV-Verkaufsziel bis 2030 von 80 % auf 50 %. (19 Wörter)
- • Waldbrände zerstören Häuser und verwüsten 200 Hektar im West Midlands.
- • Klimaaktivisten kritisieren Lockerung und Ölbohrungen in der Nordsee.
- • Consultation bis 23. Oktober; auch Van-Ziele und Flexibilitäten geändert.
- • ECIU-Analyse: Reduktion könnte 5,8 Millionen Elektroauto-Verkäufe kosten.
Kontext und Maßnahmen
Der britische Premierminister Andy Burnham hat angesichts verheerender Waldbrände, die durch die Klimakrise begünstigt werden, eine Konsultation zur Senkung der Verkaufsziele für Elektrofahrzeuge (EV) eingeleitet. Die Ziele sollen von bisher 80 % auf bis zu 50 % aller Neuwagen bis 2030 reduziert werden. Die Regierung verteidigt diesen Schritt als pragmatisch und wirtschaftsfreundlich, während Umweltgruppen warnen, dass dadurch Millionen Tonnen CO2 zusätzlich ausgestoßen werden könnten.
Kritik und Unterstützung
Klimaaktivisten, darunter Greenpeace und das Energy and Climate Intelligence Unit, kritisieren die Lockerung scharf. Sie verweisen auf die jüngsten Hitzewellen und Waldbrände als deutliche Zeichen der Klimakrise. Die Automobilindustrie hingegen begrüßt die Überprüfung der als zu streng empfundenen Ziele, da sie zu hohen wirtschaftlichen Belastungen führe. Die Konsultation läuft bis zum 23. Oktober.
Kontroverse um Ölbohrungen
Parallel zur EV-Diskussion steht die Entscheidung über neue Öl- und Gasbohrungen in der Nordsee (Rosebank und Jackdaw) an. Burnham hat eine Öffnung für neue Bohrungen angedeutet, was zusätzlich auf heftigen Widerstand von Umweltgruppen stößt, die dies als kontraproduktiv für den Klimaschutz betrachten. Die Ereignisse verdeutlichen den politischen Spagat zwischen Klimazielen und wirtschaftlichen Interessen.
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