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International 14.08.2026, 12:17 Aktualisiert: 14.08.2026, 15:06

Gericht kippt Freilassung von Frauenmörder Glyn Razzell

Glyn Razzell wurde 2003 wegen Mordes zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Wichtige Fakten

  • Glyn Razzell wurde 2003 wegen Mordes zu 16 Jahren Haft verurteilt.
  • Das Parole Board wollte ihn im April freilassen, das Gericht hob das auf.
  • Razzell weigert sich weiterhin, den Verbleib der Leiche seiner Frau zu nennen.
  • Justizministerium nutzte erstmals den neuen Überprüfungs-Mechanismus.
  • Richterin: Weiteres Risiko für Frauen, öffentliche Sicherheit gefährdet.

Eine Entscheidung mit Signalwirkung

Ein Mann, der seine Frau getötet hat und sich weigert zu verraten, wo ihre Leiche liegt, darf nicht aus dem Gefängnis entlassen werden. Das hat der High Court entschieden und damit eine Freilassungsanordnung des Parole Board in Großbritannien gekippt. Es ist das erste Mal, dass der Justizminister diese neue Befugnis nutzt, um eine solche Entscheidung überprüfen zu lassen.

Hintergründe des Falls

Glyn Razzell, 66 Jahre alt, wurde 2003 wegen Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau Linda verurteilt. Linda Razzell verschwand 2002 in Swindon, als sie zur Arbeit fuhr. Razzell hat bis heute nicht offenbart, wo er ihre Leiche versteckt hat. Das Parole Board hatte im April entschieden, dass seine Haft nicht mehr nötig sei, um die Öffentlichkeit zu schützen.

Richterspruch betont anhaltendes Risiko

Richterin Cheema-Grubb sagte, die Gefahr, die von Razzell ausgehe, habe nicht abgenommen. Sie verwies auf seine Geschichte häuslicher Gewalt und kontrollierenden Verhaltens. Solange er seine Tat nicht anerkenne, bleibe er eine Gefahr für Frauen, so die Richterin. Auch könne man sich nicht darauf verlassen, dass er sich an Auflagen zur Bewährung halte.

Folgen für die Familie

Lindas Familie zeigte sich erleichtert über die Entscheidung. Tochter Cat sagte, ihr Vater schade der Familie weiterhin und suche bewusst die Kontrolle über sie aus dem Gefängnis heraus. Sie fordert, dass er erst freikommt, wenn er gesteht und das Versteck seiner Frau preisgibt. Das Verfahren hatte unter dem sogenannten Helen's Law gestanden, das bei der Parole die Verweigerung von Informationen über das Opfer berücksichtigt.

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