Catfish als Cod: Betrug bei Fish and Chips aufgedeckt
Wichtige Fakten
- • Drei von zehn untersuchten Imbissen verkauften Wels als Kabeljau oder Schellfisch.
- • Pangasius kostet 3,40 £/kg, Kabeljau 15 £/kg – enormer Preisanreiz für Betrug.
- • DNA-Tests in Liverpool deckten das Ausmaß der falschen Deklaration auf.
- • Einige Lokale deklarieren die Fischart nicht; Kunden müssen fragen.
- • Nationale Handelsstandards betonen, dass es sich um Kennzeichnungsproblem handelt.
Eine BBC-Recherche deckt auf, dass in Nordwestengland günstiger Pangasius-Wels in Fish-and-Chips-Imbissen als traditionelle Speisefische wie Kabeljau oder Schellfisch verkauft wird. Die Preisdifferenz ist groß: Pangasius kostet im Einkauf nur etwa 3,40 Pfund pro Kilo, während Kabeljau bei 15 Pfund liegt. Unter zehn durchgeführten DNA-Tests von Proben in Liverpool und Manchester waren drei positiv auf Pangasius - eine Lieferkette, die von Billigimporten lebt.
Besonders sticht hervor, dass einige Betriebe die Art nicht deklarieren und sich allgemein auf 'Fisch' oder angeblich 'üblichen Fischangebot' berufen. Denn obwohl die Verkaufsperson die Auskunft verweigert, ist der Käufer direkt verpflichtet zu fragen. Die Berufung auf 'traditionelle Fish and Chips' kann den uninformierten Käufer daher täuschen.
Die Ermittlung wurde durch eine Beschwerde eines Liverpooler Imbiss-Verkäufers ausgelöst; weiters deuten Online-Rezensionen auf Zweifel an. Zwar ist Pangasius genießbar und gesundheitlich unbedenklich, nicht aber der Kauf erwünschter und teurerer Spezies. Bisher reagierten örtliche Food-Sheriffs unzureichend; Vertreter der Imbissbranche fordern rechtschaffes Verhalten und klare Auszeichnung.
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