Chronologie des Klimawandels: Von der Kleinen Eiszeit zur neuen Warmzeit
Wichtige Fakten
- • Temperaturanstieg in Mitteleuropa von 7,5°C (19. Jh.) auf 9,5°C (21. Jh.).
- • Heißester Tag in Deutschland: 41,2°C am 25. Juli 2019.
- • Kalte Winter wie 1928/29 (-4,9°C) vs. warmer Winter 2025/26 (+1,8°C).
- • Klimawandel ab den 1980ern deutlich sichtbar, maskiert durch Luftverschmutzung.
- • Buch schildert Wetterextreme und menschliche Reaktionen seit 1800.
Chronologie des Klimawandels
Der Geograf Rüdiger Glaser schildert in seinem Buch "Klimadämmerung" die Veränderungen des Klimas in Deutschland von der Kleinen Eiszeit bis in die neue Warmzeit. Er beschreibt, wie sich die Durchschnittstemperaturen von 7,5 Grad im 19. Jahrhundert auf 9,5 Grad zu Beginn des 21. Jahrhunderts erhöht haben – mit beschleunigendem Trend. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt: Der Februar 2025 lag 2,9 Grad über der Referenzperiode 1961-1990.
Kälte und Hitze im Wandel
Im 19. Jahrhundert litten die Menschen unter extremer Kälte: Gletscher rückten vor, Wölfe suchten im Flachland Beute, Flüsse froren zu. Der Winter 1928/29 brachte Durchschnittstemperaturen von minus 4,9 Grad, während der Winter 2025/26 mit plus 1,8 Grad rekordwarm war. Hitzeausreißer wie der "Steppensommer" 1947 (18,6 Grad) oder der Jahrhundertsommer 2003 (19,7 Grad) zeigen die zunehmende Erwärmung.
Menschliche Reaktionen
Glaser dokumentiert, wie die Gesellschaft auf Wetterextreme reagiert: Hitzewellen führten zu Ernteausfällen, Waldbränden und sogar Fischsterben. Der Klimawandel ist seit den 1980ern deutlich spürbar und entwickelte sich in den letzten 15 Jahren zur Klimakrise. Die Lektüre verdeutlicht, was zwei Grad Temperaturanstieg wirklich bedeuten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.