Commerzbank: Zusätzlicher Stellenabbau gegen UniCredit-Übernahme
Wichtige Fakten
- • 3.000 zusätzliche Stellen sollen abgebaut werden.
- • Nettogewinnziel bis 2030: 5,9 Milliarden Euro.
- • UniCredit plant im Übernahmefall 7.000 Stellenstreichungen.
- • KI soll zehn Prozent der Arbeit überflüssig machen.
Die Commerzbank stemmt sich mit einem weiteren Stellenabbau gegen eine mögliche Übernahme durch die italienische Großbank UniCredit. Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, sollen 3.000 Arbeitsplätze zusätzlich gestrichen werden, die Erträge bis 2030 auf 16,8 Milliarden Euro steigen und der Nettogewinn bei 5,9 Milliarden Euro liegen. Konzernchefin Bettina Orlopp betonte, die Bank wachse stärker als geplant: "Unsere neuen Ziele spiegeln das wider - ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich."
Die UniCredit, die am Dienstag ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt hatte, peilt im Fall einer erfolgreichen Übernahme den Abbau von rund 7.000 Stellen und einen Nettogewinn von bereits 5,1 Milliarden Euro bis 2028 an. Commerzbank kritisierte die UniCredit-Pläne als vage und mit erheblichen Umsetzungsrisiken verbunden, signalisierte aber Gesprächsbereitschaft bei einer attraktiven Aktienprämie und Respekt für das eigene Geschäftsmodell.
Der Stellenabbau ist offenbar schon mit dem Betriebsrat vereinbart, rund 450 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Zehn Prozent der Arbeit würden bis 2030 durch Künstliche Intelligenz überflüssig. Laut Bundesregierung erwägt diese sogar eine Aufstockung ihrer 12-prozentigen Beteiligung über die KfW-Bank. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt "feindliches und aggressives Vorgehen" der UniCredit ab. Im ersten Quartal überbot die Commerzbank mit einem Nettogewinn von 913 Millionen Euro die Analystenerwartungen.
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