Neue US-Iran-Gefechte und Zolldrohungen: DAX gibt weiter nach
Wichtige Fakten
- • DAX fällt im frühen Handel auf 24.436 Punkte.
- • Rohöl Brent steigt auf über 100 Dollar je Barrel.
- • Deutsche Industrieproduktion sinkt im März um 0,7 Prozent.
- • Commerzbank streicht 3000 Stellen, plant Gewinn von 3,4 Mrd. Euro.
- • US-Arbeitsmarktbericht prognostiziert nur 62.000 neue Jobs.
Eskalation im Nahen Osten und Höhenflug beim Ölpreis
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran gerät zunehmend unter Druck. Neue gegenseitige Angriffe in der Straße von Hormus schüren erneut Ängste vor einer Unterbrechung der Ölversorgung. Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte am Freitag auf über 100 Dollar je Barrel, auch die Ölpreise ziehen kräftig an. US-Präsident Trump droht mit noch härteren Militärschlägen und fordert schnelle Friedensgespräche. Der DAX fiel am frühen Freitagmorgen um 0,9 Prozent auf 24.436 Punkte und entfernt sich damit wieder von der Marke von 25.000 Zählern. Auch asiatische Börsen geben nach, während die Wall Street am Vorabend in negatives Terrain rutschte.
Wirtschaftsdaten: Industrieproduktion stagniert, Export plus
Von der deutschen Konjunktur kommen widersprüchliche Signale. Die Industrieproduktion überraschte schwächer als erwartet: Im März sank die Produktion in Industrie, Bau und Energieversorgung um 0,7 Prozent zum Vormonat, was die anhaltende Belastung durch den Iran-Krieg und höhere Produktionskosten widerspiegelt. Positiv dagegen: Die Exporte „Made in Germany“ legten im März um 0,5 Prozent zum Vormonat zu und lagen 1,9 Prozent über dem Vorjahr. Trotzdem bleibt die Wachstumsprognose der Bundesregierung mit 0,5 Prozent niedrig.
US-Zolldrohungen und Arbeitsmarkt belasten
Im Handelskonflikt mit der EU verschärft Präsident Trump den Ton: Falls die EU nicht bis zum 4. Juli ihren Teil des Abkommens erfülle, würden die Zölle „leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen“. Das belastet vor allem Exportunternehmen. Hinzu kommt der monatliche US-Arbeitsmarktbericht für April: Ökonomen erwarten nur 62.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft – ein Bruchteil der 178.000 vom März. Damit wächst der Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken. Für zusätzliche Spannung sorgt die Commerzbank: Sie kündigt einen weiteren Stellenabbau von 3.000 Vollzeitstellen an, will aber gleichzeitig den Gewinn auf mindestens 3,4 Mrd. Euro steigern.
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