DAX trotz angespannter Lage mit leichten Gewinnen – Ölpreise belasten Konjunkturaussichten
Wichtige Fakten
- • Der DAX taxiert leicht im Plus bei 23.617 Punkten nach einem Rückgang am Vortag.
- • Der Ölpreis für Brent pendelt um 100 US-Dollar nach einem Höchststand von fast 120 Dollar.
- • Der Iran-Krieg könnte die Energieversorgung einschränken und die Produktion beeinträchtigen.
- • Die US-Notenbank erlaubt temporär den Kauf von russischem Öl zur Angebotsverbesserung.
- • Experten warnen vor einer wieder anziehenden Inflation und verzögerten Zinssenkungen.
Marktlage und Ölpreise
Der DAX deutet leichte Gewinne an und taxiert mit 0,1 Prozent höher auf 23.617 Punkte, nachdem er am Vortag um 0,2 Prozent gefallen war. Auf Wochensicht liegt der deutsche Leitindex leicht im Plus, doch die Lage bleibt kritisch, da schlechte Nachrichten Anleger jederzeit zum Verkauf zwingen könnten. Richtungsweisend ist die Entwicklung am Energiemarkt, wo der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent derzeit um 100 US-Dollar pendelt, nach einem Höchststand von fast 120 Dollar am Montag.
Geopolitische Einflüsse und Konjunktursorgen
Der Iran-Krieg belastet die Finanzmärkte, da keine realistische Aussicht auf Deeskalation besteht und die Sorge wächst, dass der Konflikt andauern könnte. Dies könnte die Ölversorgung einschränken und lokale Produzenten zur Produktionseinstellung zwingen. Die USA haben temporär den Kauf von russischem Öl erlaubt, um das Angebot zu verbessern, doch steigende Energiekosten dürften zu höheren Preisen führen und die globalen Notenbanken wie die Fed und EZB unter Druck setzen.
Auswirkungen auf Notenbanken und Börsen
Experten warnen, dass die Grundlage für Zinssenkungen nicht mehr gegeben sein könnte, da die Gefahr einer wieder anziehenden Inflation wächst. Die gepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die EZB noch in diesem Jahr ist sprunghaft angestiegen. An den US-Börsen führten hohe Ölpreise zu Verlusten, mit dem Dow Jones bei minus 1,6 Prozent, während Aktien von Öl- und Gasunternehmen zulegten und Airlines unter hohen Kerosinkosten litten.
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