DAX vor schwächerem Start: Tech-Aktien unter Druck, Nahost-Frieden stockt
Wichtige Fakten
- • IG taxiert DAX 0,5% tiefer auf 24.810 Punkte.
- • Broadcom-Aktie bricht nach enttäuschendem KI-Ausblick um 12,6% ein.
- • Südkoreanischer Kospi fällt um mehr als 6% nach Gewinnmitnahmen.
- • Hisbollah lehnt Waffenruhe im Libanon ab, Israel keinen Truppenabzug.
- • Deutsche Autobauer mit Umsatzminus von 4% im 1. Quartal (EY).
DAX-Vorschau: Belastung durch Tech- und Geopolitik
Der DAX wird am Freitag voraussichtlich leichter eröffnen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex etwa zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,5 Prozent tiefer auf 24.810 Punkte. Damit rückt die 21-Tage-Linie bei 24.695 Punkten wieder in den Fokus. Am Feiertag hatte der DAX noch 0,6 Prozent zugelegt.Belastend wirkt die abflauende Tech-Euphorie nach einem enttäuschenden Ausblick von Broadcom. Der Chip-Hersteller erhöhte seine KI-Umsatzprognosen für 2026 und 2027 nicht, was Analysten als enttäuschend werteten. Die Broadcom-Aktie brach um 12,6 Prozent ein und zog andere Chip-Werte nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 0,5 Prozent, während der Dow Jones dank Umschichtungen in Standardwerte um 1,7 Prozent auf ein neues Rekordhoch stieg.Auch in Asien setzten Gewinnmitnahmen ein: Der südkoreanische Kospi fiel um mehr als 6 Prozent, der Nikkei gab um knapp 1,6 Prozent nach.
Weitere Risiken: Geopolitik und deutsche Autobauer
Die stockenden Friedensbemühungen im Nahen Osten dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger. Die Hisbollah lehnt eine Waffenruhe ab, während Israel einen Truppenabzug ausschließt. Zudem stehen deutsche Autobauer im Fokus: Laut einer EY-Analyse sind die Umsätze von Volkswagen, Mercedes und BMW im 1. Quartal um über 4 Prozent gesunken, während ausländische Wettbewerber Umsatzsteigerungen verzeichneten. Deutliches Gewinnwachstum bei US-Herstellern wird unter anderem auf US-Schutzzölle und hohe Rückzahlungen zurückgeführt, während die deutsche Autoindustrie unter Strukturwandel, wegfallenden Auslandsmärkten und hohen Investitionen leidet.
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