Teilen:
Inland 27.03.2026, 08:22 Aktualisiert: 27.03.2026, 10:06

Debatte um gesetzlichen Anspruch auf zeitnahe Facharzttermine

SPD-Fraktionschef Miersch fordert gesetzlichen Anspruch auf Facharzttermin innerhalb von drei Wochen.

Wichtige Fakten

  • SPD-Fraktionschef Miersch fordert gesetzlichen Anspruch auf Facharzttermin innerhalb von drei Wochen.
  • Durchschnittliche Wartezeit für gesetzlich Versicherte betrug 2024 laut Ministerium 42 Tage.
  • Expertenkommission von Gesundheitsministerin Warken (CDU) erarbeitet Vorschläge für Einsparungen im Gesundheitswesen.
  • Miersch schlägt Bonus-Malus-System in Ärztevergütung zur Verbesserung der Terminvergabe vor.

Politische Initiativen gegen lange Wartezeiten

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat einen gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Facharzttermin gefordert, mit einer angemessenen Wartezeit von etwa drei Wochen. Er kritisiert die Ungleichbehandlung zwischen Privat- und Kassenpatienten, da Privatversicherte oft schneller Termine erhalten. Als Lösungsvorschlag nennt Miersch ein Bonus-Malus-System in der Ärztevergütung, bei dem Praxen, die keine Termine anbieten, weniger Budget erhalten, während Kliniken mit ambulanten Angeboten davon profitieren könnten.

Daten zu Wartezeiten und politischer Kontext

Laut einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage betrug die durchschnittliche Wartezeit für gesetzlich Versicherte auf einen Facharzttermin im Jahr 2024 42 Tage. Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse ergab, dass nur acht Prozent der Befragten innerhalb weniger Tage einen Termin erhielten, während 35 Prozent mehrere Monate warten mussten. Parallel dazu arbeitet eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission an Vorschlägen für Einsparungen im Gesundheitswesen, deren Ergebnisse demnächst vorgestellt werden sollen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.