Debatte um Renten als Basisabsicherung: Merz-Äußerung löst Kontroversen aus
Wichtige Fakten
- • 53% der Alterseinkünfte stammen aus gesetzlicher Rente.
- • Ostdeutsche beziehen 80% ihrer Einkünfte aus gesetzlicher Rente.
- • Frauen erhalten im Schnitt 24% weniger Alterseinkünfte als Männer.
- • Durchschnittliche Rente liegt bei Männern bei 1.400 Euro, Frauen bei 940 Euro.
- • Rentenkommission soll Vorschläge bis Ende Juni vorlegen.
Übersicht
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit der Aussage, die gesetzliche Rente werde künftig nur noch eine 'Basisabsicherung' sein, eine neue Debatte über die Altersvorsorge ausgelöst. SPD-Chefin Bärbel Bas reagierte mit Unverständnis und deutete an, es handle sich um ein Missverständnis, während IG-Metall-Chefin Christiane Benner mit Protesten drohte, falls es zu Kürzungen käme. Die Rentenkommission der Regierung arbeitet an einem Modell für eine 'lebensstandardsichernde Rente', das alle drei Säulen – gesetzliche, private und betriebliche Vorsorge – einbezieht.
Statistische Einblicke
Laut Zahlen der Deutschen Rentenversicherung und des Bundessozialministeriums stammen 53% der Bruttoeinkünfte von Ruheständlern aus der gesetzlichen Rente, wobei diese im Osten Deutschlands mit rund 80% eine noch größere Rolle spielt. Die durchschnittliche Rente liegt bei Männern bei 1.400 Euro und bei Frauen bei 940 Euro, wobei Frauen im Schnitt 24% weniger Alterseinkünfte als Männer erhalten. Das Medianeinkommen einer Person über 65 Jahre beträgt 2.080 Euro, und trotz gestiegenem Renteneintrittsalter auf 64,7 Jahre hat die Rentenbezugsdauer aufgrund höherer Lebenserwartung zugenommen.
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